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Celle Stadt Von Celle über Hawaii und Frankreich nach Kiel
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Von Celle über Hawaii und Frankreich nach Kiel
20:01 14.05.2019
Von Andreas Babel
Der aus Celle stammende Meeresbiologe Jan Dierking auf See mit einem Dorsch. Er war Schüler des HBG. Quelle: Sascha Nickel
Heese

Das Celler Hermann-Billung-Gymnasium hat in der Zeit seines 150-jährigen Bestehens zigtausende Schüler ins weitere Leben verabschiedet. Viele von ihnen haben nach dem Abitur interessante berufliche Karrieren gemacht. Jan Dierking beispielsweise hat es in den Hohen Norden verschlagen. Er ist Meeresbiologe geworden. Und das ist er mit Leidenschaft, wie er CZ-Redakteur Andreas Babel verriet.

In welchem Zeitraum haben Sie das HBG besucht?

Von 1988 bis 1995 (unterbrochen von einem Auslandsjahr in Ohio, USA)

Was war Ihr Lieblingsfach und warum?

Ich hatte nicht unbedingt ein Lieblingsfach, habe aber zum Beispiel Biologie, Sport, Erdkunde, Deutsch, Französisch sehr gerne gemocht.

Haben Sie eine nette Episode auf dem HBG erlebt?

Es sticht für mich nicht eine einzelne Episode heraus, aber im Rückblick bleibt ein gutes Gefühl mit vielen positiven Erinnerungen, insbesondere auch an gute Freundschaften.

Haben Sie noch Kontakt zu Mitschülern?

Ja. Die engen Freundschaften insbesondere mit Mitschülern, die auch im Hermann-Billung- Ruderverein waren, und mit denen ich viele Jahre trainiert und Dinge wie die Teilnahmen an „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin erlebt habe, sind bis heute geblieben. Andere Kieler Freunde nennen uns wegen des immer noch engen Zusammenhalts in dieser Gruppe noch heute oft „die Celler“.

Welches Fach hat Ihnen für Ihre spätere berufliche Laufbahn am meisten gebracht?

Da ich Meeresbiologe geworden bin, sicher als einzelnes Fach Biologie, da es mich motiviert hat, diesen Berufsweg zu verfolgen. Als Naturwissenschaftler ist allerdings dann gerade die breite naturwissenschaftliche Bildung, also auch Mathe, Chemie, Physik, von Bedeutung, und für berufliche Stationen im Ausland waren die Sprachen ebenfalls wichtig.

Wo leben Sie heute und wie?

Nach längeren Studien- und beruflichen Aufenthalten in Hawaii und Frankreich lebe ich seit 2010 in Kiel. Ich habe eine Familie mit zwei Kindern im Alter von sechs und vier Jahren. Meine Frau ist Wissenschaftlerin an der Uni Kiel, ich selbst bin Meeresbiologe an einem Meeresforschungsinstitut (Geomar).

Träumen Sie manchmal aus der Schulzeit und wenn ja was?

Nein, träumen tue ich davon nicht.

Wann haben Sie das letzte Mal das HBG besucht und aus welchem Anlass?

Das ist lange her, zu einem Abiturtreffen mit meinem Abijahrgang, ich meine 2010.

Ist das Schulsystem, so wie wir es heute kennen, noch zeitgemäß oder was sollte sich Ihrer Ansicht nach ändern?

Ich bin schon so lange aus der Schule raus, und meine Tochter hat gerade erst die 1. Klasse angefangen, dass ich die Frage nur begrenzt aus eigener Erfahrung beantworten kann.

Ich hatte früher immer das Gefühl, dass sich das deutsche System – trotz sicher vorhandener Probleme – gegenüber anderen Schulsystemen wie dem amerikanischen und französischen nicht verstecken muss, und dass das Niveau und die Breite der Bildung insgesamt gut waren. Insbesondere der Ansatz, nicht nur Top-down zu unterrichten sondern auch Diskussionen in der Klasse zu haben und Antworten nicht nur in multiple-choice-Tests zu geben, waren im Vergleich positive Aspekte.
Durch den Kontakt mit Bachelorstudenten, die die Schule gerade hinter sich haben, habe ich zugleich das Gefühl, dass das Erlernen von kritischem Denken und Hinterfragen sowie der Strukturierung eigener längerer Text und des Vortragens von Präsentationen mehr Beachtung finden sollten, und dass diese Aspekte aus meiner Sicht genauso wichtig sind wie das mehr diskutierte intensivere Einbinden digitaler Medien in den Unterricht. Als berufstätige Eltern erleben wir, wie wichtig Nachmittagsbetreuung schon ab der Grundschule ist.

Im Herbst sollen im Rahmen der Aktion "Celle blüht auf" hunderte von Obstbäumen an Gartenbesitzer verschenkt werden.

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