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Celle Stadt Jazz-Urgestein Lennart Axelsson begeistert
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Jazz-Urgestein Lennart Axelsson begeistert
21:56 04.03.2018
Quelle: Oliver Knoblich
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Diese Hingabe und Vertrautheit zu seinem Instrument und zum Jazz war vom ersten Ton für alle hör- und spürbar. Und das, obwohl der Musiker unter einer starken Erkältung litt und den Auftritt beinahe absagen musste. Geschont hat er sich wirklich nicht, auch daran konnte man seine Professionalität festmachen. Mit Larry Bartels (Bass) und Robby Schön (Schlagzeug), vor allem aber Uli Wißmann (Gitarre) – der auch einige Stücke komponiert hat, die an diesem Abend gespielt wurden – stand der 76-jährige Schwede auf der Bühne und machte deutlich, dass hier ein „High Note Player“ und brillanter Jazzimprovisator seinen Part deutlich machte. Die Kraft und Intensität der Töne waren hin und wieder fast zu stark für den kleinen Raum – volles Volumen, alle Register.

Ein bisschen Schonung bekam Axelsson im zweiten Teil durch seine Kollegen, die ihm längere Soloparts abnahmen. Der Qualität von dem, was von ihm zu hören war, tat das keinen Abbruch, und überhaupt schienen die vier Musiker auf dem Podest das Zusammenspiel ebenso zu genießen wie das Publikum. Zwischen „Gegenständlichem“ – wie Wißmann sich ausdrückte – sprich klassisch-bekannten Stücken, und Unbekannterem spielte die Combo sich frei und wuchs immer deutlicher zusammen. Axelsson wechselte lässig zwischen Trompete und Flügelhorn und gab selbst so allgemein bekannten Hits, wie „Fly Me to the Moon“ seine ganz eigene Note. Mal klang es nach Bigband, mal nach Modern-Jazz-Studioversion. Einiges hätte gut Titelmusik in Film und TV-Produktionen der 70er/80er Jahre werden können, anderes lud im Latin-Sound mit viel Groove zum Tanzen ein: ein echtes Jazz-Happening.

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Gleich nach der Zugabe ging es für Lennart Axelsson über Hamburg nach Schweden – zur Geburtstagsfeier seiner 105 Jahre werdenden Mutter. Der Sohn hatte mit 9 begonnen, Trompete zu spielen, mit 13 gab er erste Konzerte. Als Lead- und Solotrompeter hat er mit allem gespielt, was in der Jazz-Liga Rang und Namen hat – die Liste mit Namen liest sich wie das „Who is who“ des Genres und darüber hinaus.

Von Doris Hennies

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