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Celle Stadt Jugendclub macht dicht
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Jugendclub macht dicht
21:01 04.09.2018
Von Gunther Meinrenken
Aus für den Jugendclub. Der Mietvertrag ist bereits zum 31. März 2019 gekündigt. Quelle: Thomas Röttmer
Celle

Basteln, orientalische Tänze, Sprachkurse für Migranten, schulische Förderangebote, Unterstützung bei Bewerbungen oder handwerkliche und unter anderem auch kreative Projekte – das ist nur ein Ausschnitt des Angebots im Jugendclub an der Bahnhofstraße. Seit 2005 wirkt hier Alexander Schäfer. Er hat das Haus zu einer Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund aufgebaut. Doch in ein paar Monaten wird die Einrichtung schließen. Der Träger, das CJD Göppenstedt, wird den Betrieb einstellen. Schäfer ist entsetzt.

Vor ein paar Wochen hat Schäfer die Nachricht erhalten, dass der Jugendclub dicht gemacht wird. "Es ist tatsächlich so, dass der CJD Jugendclub Celle von uns als Träger nach dem 31. März 2019 nicht mehr als Angebot fortgeführt werden kann", bestätigt Sylvia Helms, Fachbereichsleitung Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie Migration beim CJD Göppenstedt. Hauptgrund: Schäfer erreicht Ende März kommenden Jahres sein Rentenalter.

Trotzdem würde Schäfer gerne weiterhin den Jugendclub betreiben. Das habe er auch dem CJD mitgeteilt. Doch "aus internen Gründen der Umstrukturierungen" könne man auf dieses Angebot nicht eingehen, erläutert Helms. Schäfer will nicht aufgeben. "Es geht nicht um mich, es geht um die Arbeit im Jugendclub", sagt er. Auch der Beirat habe sich dafür ausgesprochen, den Jugendclub zu erhalten.

Die Idee: Der Jugend-, Freizeit- und Kunst-Club Celler Land, der Projekte und Kurse im Jugendclub organisiert und dessen Vorsitzender Schäfer ist, könnte die Trägerschaft übernehmen. Finanzielle Hilfe erwarte der Verein von der Stadt, diese könne die Mietkosten übernehmen.

Im Neuen Rathaus möchte man allerdings erst einmal abwarten, bis der Verein mit einem neuen Konzept auf die Stadt zukommt. "Dann muss die Politik darüber entscheiden", sagt die zuständige Dezernentin Susanne McDowell. Von einer Lücke in der Stadtteilarbeit durch die Schließung des Jugendclubs möchte McDowell nicht sprechen. "Im Moment sind genug Jugendangebote vorhanden, um Anlaufpunkte zu finden."

Die Dezernentin betont, dass die Schließung des Jugendclubs nichts mit der Abgabe der Pflichtaufgaben der Jugendhilfe an den Landkreis zu tun habe. "Alle Projekte in der Stadt laufen im kommenden Jahr weiter."

"Die Möglichkeiten sind mir zugeflogen“, erzählt Robin Hlinka, als er auf seine Erfahrungen als Kirchenmusiker zurückblickt.

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