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Celle Stadt Jungvögel nicht zur Aufzucht mit nach Hause nehmen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Jungvögel nicht zur Aufzucht mit nach Hause nehmen
10:11 21.07.2011
Celle Stadt

Das Gefieder dieser Tiere ist in der Regel bereits relativ vollständig entwickelt, wobei die Federn noch teilweise in den Kielen stecken. Eine Brut verteilt sich vielfach im ganzen Gelände. So können nur einzelne Tiere, und nicht die gesamte Brut auf einmal, von natürlichen Feinden entdeckt werden. Die Jungvögel stehen mit ihren Eltern durch Lock- und Bettelrufe in Verbindung und werden gefüttert. „Wer einen solchen Vogel findet, sollte ihn am besten ganz in Ruhe lassen oder, falls notwendig, an einen geschützten Ort setzen, der nicht zu weit vom Fundort entfernt sein darf“, so die Vorsitzende Heidemarie Peters. Wer ein Vogeljunges umgesetzt hat, braucht keine Angst zu haben, dass die Altvögel es anschließend verstoßen. Im Gegensatz zu vielen Säugetieren haben Vögel einen schlechten Geruchssinn und stören sich nicht am menschlichen Geruch. Jungvögel werden von den Eltern wieder angenommen und versorgt.

Junge Vögel, die mit nach Hause genommen werden, haben meist schlechtere Überlebenschancen als in der Natur. Vielfach scheitert eine Aufzucht schon an der notwendigen Kenntnis, welche Nahrung dem Nestling gegeben werden soll. Die Aufzucht von Jungvögeln verlangt darüber hinaus die volle zeitliche Aufmerksamkeit der Pflegeeltern. Junge Kohlmeisen, Buchfinken oder Amseln wollen alle 10 bis 15 Minuten gefüttert werden. Der Tierschutz Celle Stadt und Land e.V. empfiehlt deshalb, Jungvögel wirklich nur in begründeten Ausnahmefällen mitzunehmen. Eine Aufzucht sollte nie alleine und ohne sachkundige Hilfe durchgeführt werden. „Man sollze sich deshalb an den Tierschutzverein wenden und nach Adressen von Experten fragen“, so Peters vom Celler Tierschutzverein.

Von Franziska Kiele