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Celle Stadt Kabarettist Joachim Zawischa sucht in Celle nach dem roten Faden
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kabarettist Joachim Zawischa sucht in Celle nach dem roten Faden
17:44 07.01.2018
„Ich kann mich selbst nicht kurz fassen, leide aber unter selektivem Zuhören“:Joachim Zawischa als Alleinunterhalter in Celles Kunst & Bühne. Quelle: David Borghoff
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Celle.

Und hier beginnt auch schon die Sache mit diesen „Gedankensprüngen“, vor denen der Alleinunterhalter das Celler Publikum schon zu Beginn warnt: „Ich schweife ab, kann mich selbst nicht kurz fassen, leide aber unter selektivem Zuhören“. Und das, gepaart mit einer gewissen Tapsigkeit (Multitasking ginge auch nicht so gut), sorge für Irrungen und Wirrungen in seinem Leben. Das hat man stellenweise auch im Programm gemerkt, wenn er den roten Faden – gewollt oder ungewollt – doch öfter mal wieder suchen musste.

Amüsant waren sie dennoch, die Abstecher des Ex-Schauspielers und ehemaligen Theologiestudenten Zawischa in die Jugend, den Alltag, die Gedankenwelt, und seine ganz eigenen Spots auf die deutsche und weltpolitische Lage. Ein Mix aus Kabarett und Komik sollte es werden, ein Ausbrechen aus konventionellen Schubladen, auch was das Aufbereiten und Präsentieren von Komik betrifft. Tatsächlich war es ein Mix, allerdings kam in diesem Wirrwarr zwischen „Mein Regisseur meint ich sollte …“, den Plattituden über seine „Merkel-Allergie“ – die Politikerin, die offenbar tatsächlich, wie ausgeführt, keinerlei Witztauglichkeit aufweist – und einer Prise Erdogan und Trump nur wenig mehr als oberflächliche Erheiterung raus.

Für einen Comedian kann diese Mischung aus altbewährten Zoten, gängigen Gags und vieldeutigen Andeutungen durchaus genügen – und gelacht wurde im vollbesetzten Celler Unterhaltungslokal tatsächlich sehr viel. Von einem ernsthaften Ausflug in politisches Kabarett dürfte man mehr erwarten. Dagegen ist man als Akteur auch nicht immun, wenn man die Zuhörer schon auf weniger vorgewarnt hat. Dieser Anspruch bleibt und er hat nichts mit germanischer Ordnungsliebe und spießigem Bürgertum à la „Montag Hausmüll, Donnerstag Papiermüll, Sonntag Tatort. So ist die Welt in Ordnung. Der Mensch braucht ein Etikett, auf dem drauf steht, was drin ist …“ zu tun. Flach bleibt flach.

Humoristisch durchzog das Thema „Gesunde Ernährung“ immer wieder Zawischas Programm – ein bisschen im Spannungsbogen vom ehemaligen Ost und West, zum Beispiel:„Snickers oder trocken Brot in den Schulranzen der Grundschüler“. Von den beschwerlichen Pinkelpausen, die das „gesundheitsfördernde drei Liter Wasser trinken“ mit sich brächten, dem modetrendigen heilsbringenden Lebensmittelwahn zwischen Apfelessig und Manuka-Honig, dem Genuss von Alkohol im Zusammenhang mit Herzanfällen … auch hier eine bunte Mischung aus der Schüssel mit Sprung. Sogar das ein oder andere Lied zur Gitarre konnte der Mann auf der Bühne beisteuern. Und letztendlich zählt nur das Gesamtpaket und das schien den Zuschauern gut gefallen zu haben.

Von Doris Hennies

Die Keltics faszinieren auch mit deutlich rockigeren Tönen und lieferten am Samstag ein fulminantes Neujahrskonzert ab. Der wohl einzige Tag des Jahres, an dem auch Mann in der Residenzstadt Rock trägt, ist bei vielen Cellern fest gebucht, und das bereits zahlreiche Jahre in Folge. Kariert ist angesagt, wenn die Keltics ihr traditionelles Neujahrskonzert in der CD-Kaserne geben, so auch am Samstagabend.

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Es ist dem stillen Beobachter am Rande des Geschehens nicht anzusehen, ob er am Samstagnachmittag notgedrungen oder aus freien Stücken mitgegangen ist in die CD-Kaserne. Die „Keltics for Kids“ stehen auf dem Programm, und dem Alter der Zielgruppe ist der distinguierte Herr, der der tanzenden, singenden oder spielenden Zuschauerschar in der großen Halle zusieht, längst entwachsen. „Das ist eine wunderbare Atmosphäre“, sagt er, als die Polonaise beendet ist und ein kurzer Moment der Ruhe aufkommt, während die Truppe rund um Frontman Thys Bouma den Rückweg auf die Bühne antritt, um das außergewöhnliche Konzert fortzusetzen.

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