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Celle Stadt Kampfhund beißt Dackel fast tot
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kampfhund beißt Dackel fast tot
14:47 13.06.2010
Hundehalterin Heike Roy mit ihrem Dackel Tore, der von einem Kampfhund fast tot gebissen wurde. Quelle: Peter Müller
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Der junge Hund erlebte am Montagnachmittag um 16 Uhr ein „Horrorszenario“, erklärt seine Besitzerin Heike Roy. Sie besuchte mit einer Freundin und Tore das Eiscafé „Pellegrini“ in der Celler Innenstadt. „Wir saßen am Tisch und Tore schlief friedlich zu meinen Füßen“, sagt Roy. Plötzlich stürzte sich ein Staffordshire auf den Dackel und biss ihn in seinen Kopf. „Der Tisch fiel um und überall war Blut. Der Kampfhund hat Tore gar nicht mehr losgelassen. Das Ganze dauerte etwa zwölf Minuten“, schildert Roy. „Man ist bewegungsunfähig und steht unter Schock“, schildert sie die Situation.

Der Chef des „Pellegrini“ versuchte den Kiefer des Terriers aufzuziehen – ohne Erfolg. Der „Pellegrini“-Chef wurde dabei nur selbst an der Hand verletzt. Einer seiner Mitarbeiter hatte die zündende Idee. Er packte sich einen Eiskübel und überschüttete den Staffordshire Terrier damit. Dieser ließ daraufhin von Tore ab.

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Die Halterin des Kampfhundes war mittlerweile verschwunden. Eine Bekannte von ihr hinterließ Roy eine falsche Adresse. Am nächsten Tag machte sich Roy auf und fragte in Geschäften nach Zeugen für den Angriff. „Die Kampfhunde-Halterin ist in der Stadt bekannt. Beim Ordnungsamt war ihr Hund nicht angemeldet. Das Veterinäramt will sich jetzt kundig machen. Da es noch ein junger Hund war, war es vielleicht das erste Mal, dass er gebissen hat“, so Roy, die seit 20 Jahren Hundehalterin ist. „Die Todesangst und das Kindergeschrei waren furchtbar. So etwas möchte ich nie wieder erleben.“ Der Kampfhund sei in den falschen Händen gewesen. Eigentlich hätte er einen Maulkorb tragen müssen.

Tore musste operiert werden. Er erlitt tiefe Wunden an Hals und Ohren. „Das linke Ohr ist fast abgerissen worden. Am rechten Ohr hat er einen Riss und Löcher“, berichtet Roy.

Von Paul Gerlach