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Celle Stadt Karikaturen des Alltags zum 70. Geburtstag in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Karikaturen des Alltags zum 70. Geburtstag in Celle
Das Atelier 22 würdigt den Celler Künstler Horst G. Brune – hier vor seinem Bild „#Gaffer“ – zu seinem 70. Geburtstag mit einer Ausstellung. Quelle: Christina Matthies
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Es sind Karikaturen des Alltags, die Brune anfertigt – mal mit beißendem Spott, mal mit feiner Ironie. In kräftigen Farben und ungemein detailverliebt fängt der bildende Künstler Celle und die Welt in immer neuen Arbeiten ein. Da ist zum Beispiel der zeitgenössische Selfie- und Gaffer-Kult, dem Brune ein großformatiges Bild gewidmet hat – gerade hier lohnt sich ein genauer Blick, will man seine hintersinnige Gesellschaftskritik in ihrem gesamten Facettenreichtum begreifen. Trotz aller Brisanz verstünden es Brunes Bildwelten, den Betrachter zum Schmunzeln zu bringen, betonte Kunsthistorikerin Jasmin Hartmann von der RWLE Möller Stiftung, die am Samstag die Laudatio auf den Celler Künstler hielt. „Er kreiert Alltagsverzerrungen, die mit einer ordentlichen Portion Ironie verfeinert werden.“

Die im Atelier 22 gezeigten Werke sind im vergangenen Jahr entstanden. Sie sollen „Ereignisse, Weltanschauungen und Zustände kritisieren oder der Lächerlichkeit preisgeben“, sagt Brune selbst über seine Kunst. „Aber sie sollen auch glücklich machen, wie Schokolade oder Spaghetti mit Tomatensoße.“ Deshalb bezeichnet der Celler seine Arbeiten gerne auch als „Serotonische Bilder“ – frei nach dem Glückshormon Serotonin.

Kritisches Hinterfragen ist vom Künstler durchaus gewünscht: „Denn was wäre satirische Kunst, Kunst, die beleuchten und gesellschaftlich etwas lostreten möchte, ohne die Kritik des Betrachters?“, fragte Hartmann. Brune fordere diesen reflexiven Umgang sogar eindeutig durch die Synthese aus schriller Bildkomposition und beigefügtem Titel heraus.

„CEX & Kraim mit Heiligenschein“: So habe er die Werkschau anlässlich seines 70. Geburtstages genannt, weil der alte Hippiespruch „Sex and Drugs and Rock ’n’ Roll“ für ihn nicht mehr so große Bedeutung habe wie noch vor 50 Jahren, verrät Brune mit einem Augenzwinkern. „CEX nach einem beliebten Celler Autokennzeichnen, Kraim nach meinem Lieblingskuchen.“ Und der Heiligenschein? Das findet man bei einem Besuch der Ausstellung am besten selbst heraus.

Von Christina Matthies

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