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Celle Stadt "Kein Krieg in Afrin": Demonstranten zeigen in Celle Flagge
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Kein Krieg in Afrin": Demonstranten zeigen in Celle Flagge
04:57 26.02.2018
Rund 480 Teilnehmer haben sich in den Trift-Anlagen versammelt, um "Solidarität für Afrin" zu zeigen.Nach der Auftaktkundgebung zogen die Demonstranten bis zum Großen Plan weiter.  Quelle: Oliver Knoblich
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Wichtig dabei ist für das „Celler Solidaritätskomitee für Afrin“, dass mehr Personen, auch gerade in Deutschland, für das Thema sensibilisiert werden. „Das geht uns alle etwas an. Die Menschen in Afrin versuchen ein sehr modernes Gesellschaftsbild zu leben, das muss unterstützt und auch wahrgenommen werden“, erzählt Christian S., Pressesprecher des Komitees.

Zu dem modernen Gesellschaftsbild gehörten neben einer basisdemokratischen Grundordnung auch die Befreiung und Emanzipation der Frau. Die aktuelle Lage vor Ort sei allerdings kritisch und von Gewalt geprägt, da die Türkei gemeinsam mit verbündeten islamistischen Gruppen einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg führe, der die Einwohner massiv bedrohe. Auch den direkten Einfluss Deutschlands thematisiert er, wirft der deutschen Politik vor, mit dem Bereitstellen von Waffen dem türkischen Staat bei deren Vorhaben unter die Arme zu greifen. „Der direkte Bezug zu Celle ist da. Die deutschen Waffen werden unter anderem von Rheinmetall aus Unterlüß ausgeliefert“, unterstreicht der Aktivist seine Beweggründe.

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Nach der Auftaktkundgebung an der Arndtstraße schlossen sich viele Männer, Frauen und Kinder der Demonstration an. Polizeikräfte begleiteten den Zug. Mit hunderten wehenden Fahnen, begleitet von lauter Musik, zog die Gruppe von den Trift-Anlagen über die Bahnhofstraße bis zum Großen Plan. Dort wurde noch einmal eindringlich darauf hingewiesen, dass niemand die Augen vor dem brutalen Konflikt im Norden Syriens verschließen dürfe. Mit diesem letzten Appell trennten sich die Wege der Teilnehmer. Die Polizei, die den Zug durch die Straßen begleitete, sprach von einem reibungslosen Ablauf. Alles lief friedlich und ohne Zwischenfälle ab.

Von Marie Nehrenberg

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