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Celle Stadt Kinderstadtteilpläne: CDU fordert Diskussion statt "Getöse"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kinderstadtteilpläne: CDU fordert Diskussion statt "Getöse"
11:27 21.07.2011
Von Michael Ende
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CELLE. „Ein gewisser Frustpegel ist ja bei den Sozialdemokraten durchaus verständlich, nachdem etliche ihrer Anträge der jüngsten Vergangenheit wie etwa die Kunstmeile in der Bahnhofsstraße aus Kostengründen eine Beerdigung erster Klasse erfahren haben.“ Dennoch sei es guter politischer Stil, wenn Anträge wie der jetzt zur Diskussion stehende Antrag zur Schaffung von Kinderstadtteilplänen eine ernsthafte Prüfung durch die Verwaltung und danach eine kritische Würdigung durch den zuständigen Ratsausschuss erführen.

Bischoff weist darauf hin, dass entgegen der Darstellung des SPD-Fraktionsgeschäftsführers ein Kinderstadtteilplan keineswegs nur ein Verzeichnis einzelner Spielplätze im Stadtgebiet sei, sondern viel weitreichender sei und ein vom Deutschen Institut für Urbanistik anerkanntes und empfohlenes Präventionsprojekt darstelle: „Ziel ist dabei die deutliche Reduzierung von Verkehrsunfällen von Kindern. Gerade deshalb wurde dieses Modell bereits in vielen deutschen Städten umgesetzt.“ Die Beteiligung der Celler Ortsräte sei dabei für die CDU eine Selbstverständlichkeit, so Bischoff: „Zu untersuchen wäre seitens der Verwaltung, in welchen Ortsteilen ein solches Projekt besonderen Sinn macht. An diesen Brennpunkten könnte mit der Umsetzung - unter Umständen auch unter Einwerbung von Ortsratsmitteln und Sponsorenbeiträgen - begonnen werden.“

Weitere Stadtteile würden nach den ermittelten Prioritäten Jahr für Jahr folgen, regt Bischoff an: „Die von der SPD kalkulierten Kosten in Höhe von 39.000 Euro stellen unter dieser Prämisse eine bewusste Katastrophisierung und Irreführung der Bürger über die tatsächlich entstehenden jährlichen Kosten dar. Gleichzeitig dokumentiert die SPD Ratsfraktion auch eine gewisse Fantasielosigkeit in der Umsetzung wichtiger Projekte in Zeiten knapper Kassen.“ Die Gegenrechnung der CDU-Fraktion gehe im günstigsten Fall mit Einwerbung von Sponsoren und Ortsratsmitteln von einer Nullkostenrechnung aus.