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Celle Stadt Kitas kämpfen mit Sprachförderung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kitas kämpfen mit Sprachförderung
13:52 19.12.2018
Von Gunther Meinrenken
Seit August ist die Sprachförderung in die Kitas verlagert worden. Doch noch fehlt es vielerorts an geschultem Personal. Quelle: Klaus Kohn
Celle

Groß war der Aufschrei und der Protest von Eltern, als zu Beginn des Schuljahres 2017/2018 ein gravierender Lehrermangel vor allem an den Grundschulen des Landes offenbar wurde. Um die Unterrichtsversorgung zu verbessern, hat sich die Landesregierung zum Start des laufenden Schuljahres daher zusätzliche Lehrkräfte verschafft. 500 Lehrerstellen wurden freigesetzt, da das Kultusministerium die Sprachförderung aus den Grundschulen in die Kindergärten verschoben hat. Doch die Umsetzung der veränderten Zuständigkeiten bereitet vor Ort Schwierigkeiten – auch in Celle.

Beschluss zu kurzfristig

"Wir halten die Gesetzgebung für viel zu kurzfristig. Der Beschluss wurde im Juni gefasst, am 1. August sollte es schon losgehen", sagt Celles zuständige Stadträtin Susanne McDowell. Obwohl die Stadt zusammen mit dem Landkreis das Thema "mit konstruktiver Energie" angegangen sei, habe es die Kindergärten so gut wie unvorbereitet getroffen. Während früher die Kinder zur Sprachförderung zu festen Terminen in die Schulen gekommen sind, sind die "Lehrkräfte abgezogen worden, ohne dass das Kita-Personal entsprechend geschult werden konnte"", beklagt sich McDowell.

Nach den Vorstellungen der Landesregierung soll in den Kitas "nicht nur die Förderung der Sprachbildung, sondern auch die differenzierte Förderung von Kindern mit besonderem Förderbedarf alltagsintegriert geplant und durchgeführt werden". Dazu sollen die kleinen Schützlinge von den Erzieherinnen beobachtet und die Ergebnisse entsprechend dokumentiert werden. Doch an dieser Stelle fangen die Probleme bereits an.

Erzieherinnen brauchen Fortbildungen

Das Thema ist generell für die Kindertagesstätten nichts Neues, doch besonders für die Sprachfähigkeitsfeststellungen brauchen die Erzieherinnen nun eine Fortbildung. McDowell: "Wir haben eh schon Schwierigkeiten, Personal für die Kitas zu bekommen. Jetzt müssen wir auch noch Freiwillige finden, die sich fortbilden lassen möchten."

Sachkosten nicht mehr gefördert

Außerdem argwöhnt McDowell, dass die finanzielle Ausstattung nicht ausreichen wird. Das Land pumpt zwar in ganz Niedersachsen die für die ehemalige Sprachförderung an den Schulen verwendeten 32 Millionen Euro nun in die Kitas. Doch die Mittel würden zu 85 Prozent auf die Personalkosten und zu 15 Prozent auf die Fortbildungen verteilt. Sachkosten würden gar nicht mehr gefördert.

Sprachförderkonzept erstellen

Voraussetzung: Die Verteilung der "zeitlichen Ressourcen" wie Stundenaufstockung vorhandener Fachkräfte oder Differenzierungszeit durch zusätzliche Fachkräfte soll im Rahmen eines Sprachförderkonzepts erfolgen. Daran bastelt die Stadt mit dem Landkreis schon seit ein paar Wochen. Bis Ende Dezember muss es fertig sein.

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