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Celle Stadt Kirchenmusikalische Hauptwerke: Bach hier – Mendelssohn dort
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kirchenmusikalische Hauptwerke: Bach hier – Mendelssohn dort
13:40 07.03.2018
Celle Stadt

Dass Mendelssohn derjenige ist, der als erster die seinerzeit vergessene Musik Bachs wieder aufgeführt hat und in seiner Art des Komponierens direkten Bezug nimmt zum heute unbestrittenen Großmeister Bach, das dürfte das Hören dieser beiden Werke in direkter zeitlicher Abfolge besonders reizvoll machen, zudem beide Dirigenten, Vater und Sohn Doormann, ein ausgesprochen gutes Gespür für diese Musik mitbringen.

Bachs Passionsvertonung ist für Stephan Doormann die erste Einstudierung mit der Celler Stadtkantorei, seit er deren dauerhafte Leitung übernommen hat. Mit der „Matthäuspassion“ dirigiert er ein kirchenmusikalisches Schlüsselwerk, das zwar einerseits jedem Chor Beträchtliches abverlangt, aber auch ein sehr dankbares Stück darstellt. Den Wechsel von bekannten Chorälen, Arien, instrumentalen Zwischenspielen und Rezitativen hat Bach hier zwar nicht so dramatisch gestaltet wie in der zugespitzten Johannespassion, aber eben doch sehr wirkungsvoll, ganz in sich geschlossen und geradezu episch breit und mit weitem Spannungsbogen ausgestattet, ausgearbeitet. „Für den Chor stellt dieses Oratorium“, so Chorleiter Stephan Doormann „eine ganz besondere Herausforderung dar. Die Sängerinnen und Sänger verkörpern ganz verschiedene Figuren und müssen so in kurzer Folge die fürsorglichen Jünger, die kühl berechnenden Hohepriester und das aufgebrachte Volk mit allen Emotionen sängerisch ausdrücken.“ Dazu kommt, dass der Chor zusätzlich immer noch eine deutende Funktion einnimmt. Und genau in diesem Punkt sind sich die beiden Werke von Bach und Mendelssohn sehr nahe, was Hans Jürgen Doormann als Dirigent des Mendelssohn-Oratoriums so auf den Punkt bringt: „Der Chor im „Elias“ kommentiert häufig die Situation, ähnlich wie in Bachs Passionen. Er verkörpert, ebenfalls vergleichbar mit Bach, die Akteure der Geschichte.“

Der zum evangelischen Glauben übergetretene gebürtige Jude Mendelssohn, zeichnet in der alttestamentlichen Gestalt des Elias ein Porträt eines Menschen, der im Gehorsam gegen Gott im Gegensatz zur politischen Welt um ihn herum steht und wie von Engelsflügeln getragen seinen Weg geht. Kein Wunder, dass der Chor „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ eine der bekanntesten Nummern dieses Werks ist. Aber auch „Hebe deine Augen auf zu den Bergen“ kennt bis heute jeder Kirchenmusikfreund.

Die Bach-Aufführung in Celle wird erstmals begleitet von einem Hamburger Orchester namens „Ensemble Schirokko“. Neben der Stadtkantorei mit deren Nachwuchsabteilungen wirkt auch der Juventis-Vorchor des KAV mit. Beim Mendelssohn-Oratorium ist einmal mehr ein aus der Radiophilharmonie Hannover rekrutiertes Kammerorchester zu hören. Restkarten gibt es an der Tageskasse.

Von Reinald Hanke

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