Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt "Kirchliches Lebensumfeld in Celle gestalten"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Kirchliches Lebensumfeld in Celle gestalten"
16:33 05.01.2018
Von Dagny Siebke
Quelle: Dagny Siebke
Celle Stadt

Wer kann sich bewerben?

Voraussetzung sind die Volljährigkeit und die Kirchenmitgliedschaft. Auch wenn die Kandidaten keinen kontrovers angelegten Wahlkampf führen, stellen sie sich der Öffentlichkeit vor. Meistens geschieht dies in einem Gottesdienst vor der Wahl oder im Gemeindebrief. Bis zum 5. Februar müssen die Kirchenvorstände die Wahlvorschläge zusammenstellen.

Wie viele Kandidaten werden gebraucht?

Grundsätzlich gilt, dass die Anzahl der Kandidaten um die Hälfte höher sein soll als die Anzahl der zu wählenden Personen. Für unsere Laurentiusgemeinde in Nienhagen heißt das zum Beispiel: Wir wählen acht Personen für den Kirchenvorstand, also muss es zwölf Kandidaten geben.

Ist es schwierig, Menschen für die Arbeit in den Kirchenvorständen zu interessieren?

Nach wie vor gibt es eine große Bereitschaft, sich für seine große Kirchengemeinde zu engagieren. Doch die lange Amtsperiode von sechs Jahren schreckt immer wieder ab. Und wir haben oft gehört, dass man es sich nicht zutraut, Beruf Familie, Freizeit und Ehrenamt zusammenzubringen.

Was entgegen Sie diesen ernst zu nehmenden Bedenken?

Ich glaube, dass man als Kirchenvorsteher nicht nur "geben" muss, sondern auch viel "empfängt". Man kommt mit interessanten Menschen zusammen und erlebt Kirche viel intensiver als eine Gemeinschaft von Menschen, die danach fragen, was es heißt, heute als Christ zu leben. Was die sechs Jahre betrifft: Gerade die "Neuen" im Kirchenvorstand brauchen eine gewisse Zeit, um Strukturen kennenzulernen und um sich zu orientieren. Kirchenumbauten, Orgel- und Glockenprojekte lassen sich ja nicht einfach in kurzer Zeit realisieren. Ich werbe dafür, die sechsjährige Amtszeit nicht als "Bedrohung" anzusehen, sondern als großen Freiraum zur Gestaltung des kirchlichen Lebensumfeldes.

Wagen Sie Prognosen zur Wahlbeteiligung?

Ich glaube, man muss kein besonders guter Prophet sein, um vorauszusagen, dass die Wahlbeteiligung auch 2018 wahrscheinlich zwischen 15 und 18 Prozent liegen wird. Aber das sind nur Durchschnittswerte. Traditionell liegt die Beteiligung auf dem Gebiet der Stadt Celle mit 10 Prozent am niedrigsten. Die höchste Beteiligung verzeichnete Hohnhorst mit 50 Prozent.

Was unternehmen Sie, um die Wahlbeteiligung zu erhöhen?

Natürlich versuchen wir zunächst einmal alles, um die Stimmabgabe zu erleichtern. Aus diesem Grund kann man auch eine Briefwahl beantragen, wenn man am Tag der Wahl den Stimmzettel nicht persönlich abgeben kann. In diesem Jahr bieten wir in vier Gemeinden zum ersten Mal die allgemeine Briefwahl an. In den Kirchengemeinden Großmoor, Stadtkirche, Paulusgemeinde und Beedenbostel-Ahnsbeck laufen unsere Modellprojekte. Ich bin gespannt, wie hier das Ergebnis im Vergleich zur Wahl von 2012 ausfallen wird. Zudem hat unsere Landessynode das Wahlalter auf 14 Jahre herabgesetzt. Mit dem Erreichen der Religionsmündigkeit sollen die Jugendlichen nun die Möglichkeit bekommen, sich an der Gestaltung der Kirchengemeinde auch durch die Stimmabgabe zu beteiligen.

Was halten Celles Kinder eigentlich von der 98. Änderung des Flächennutzungsplanes "Baustoffrecycling Klein Ottenhaus"? Diese Frage hat jetzt die Stadt Celle gestellt. Sie will Kinder an Bauleitplanungen beteiligen. Grund dafür ist die Novelle eines Bundesgesetzes.

Michael Ende 05.01.2018

Wie kein anderer im Landkreis hat Kurt Beyer über Jahrzehnte das Celler Schützenwesen geprägt. Mit seinem Tod im Alter von 69 Jahren verliert der Schießsport einen entscheidenden und überaus verdienten Akteur, der am Donnerstag unter großer Anteilnahme beigesetzt wurde.

05.01.2018

Die Art und Weise wie Millionen-Investor Christoph F. Trautsch mit Mietern und Geschäftspartnern umgeht, sorgt weiter für Kopfschütteln.

Dagny Siebke 05.01.2018