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Celle Stadt Klares Bekenntnis gegen Rechtsextremismus
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Klares Bekenntnis gegen Rechtsextremismus
18:50 22.10.2018
Von Andreas Babel
Warfen schon einen Blick auf die Schautafeln der Ausstellung: (von links) Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge, Kultusminister Grant Hendrik Tonne, SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann, Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas sowie Linda Anne Engelhardt und Kai Thomsen (Aufsichtsratsvorsitzende und Geschäftsführer der CD-Kaserne). Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek zu sehen. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Für ein tolerantes und vielfältiges Celle solle man werben, meinte am Montagabend Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU). Er sprach anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Oh, eine Dummel!“ in der Stadtbibliothek. Diese Schau von Karikaturen gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit bildet die Basis der „Aktionswochen gegen Rechtsextremismus“. In deren Rahmen finden noch bis zum 3. November vielfältige Aktionen in Celle statt.

Kai Thomsen, Geschäftsführer der CD-Kaserne und Projektleiter der Ausstellung, freute sich, dass schon einige Angebote ausgebucht seien. So sind etwa 600 Kinder zu zwei Sonder-Vorlesungen von „Collegium Cellense“ angemeldet und die Schülerführungen durch die Ausstellung sind ebenfalls schon ausgebucht. Marcus Laube vom Jugenddienst der Stadt Celle führt durch die Ausstellung und zeichnet anschließend mit den Schülern, die Spaß daran haben oder ist anderweitig kreativ mit ihnen aktiv, verriet er am Rande der Vernissage. Neben Laube und Thomsen ist CD-Kasernen-Öffentlichkeitsarbeitsfrau Stefanie Fritzsche der dritte Kopf, der diese Ausstellung vor drei Jahren konzipiert und ihr Leben eingehaucht hatte.

Celle ist nun die 30. Station dieser Wanderausstellung. Seit dem Start 2016 legten die Mitarbeiter der CD-Kaserne rund 5000 Kilometer quer durch Niedersachsen zurück, um sie von einem Ort zum anderen zu bringen. 25.000 junge Menschen haben sie seitdem schon gesehen. „Überall wird die Dummel als Basis für Aktionswochen genommen, so dass es noch viel, viel mehr waren, die sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben“, sagte Thomsen.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) ist der Schirmherr der Ausstellung. Er dankte allen Beteiligten „für ihre wertvolle und unverzichtbare Arbeit“. Ohne sie zu nennen, wies Tonne die AfD in ihre Schranken. Das von ihr eingerichtete Meldeportal für Schüler, bei denen diese melden können, wenn sich Lehrer negativ über die AfD äußern, nannte er „einen unerträglichen Angriff auf die Demokratie“. Er meinte, dass Lehrer sich nicht nur äußern dürfen, wenn sie Undemokratisches anprangern, sondern dass sie es sogar müssten.

Nigge zeigte sich „besonders dankbar, dass wir hier in Celle Position beziehen“. Die Ausstellung rege zum Nachdenken an. Und: „Sich mit rechtextremen Gedankengut auseinanderzusetzen, ist besser als nur draufzuhausen.“ Der Oberbürgermeister forderte Zivicourage ein: „Niemand darf wegsehen, wenn Menschen dikriminiert werden.“

Hans-Christian Biallas, der Präsident der Klosterkammer, zeigte sich als einer der Hauptförderer begeistert von der Ausstellung. Er meinte, dass man vor allem junge Menschen erreichen müsse. Man dürfe sie aber nicht belehren. Man müsse vielmehr ihr Interesse wecken und sie dazu bringen, sich gerne gedanklich mit etwas auseinanderzusetzen. Das gelinge mit „Oh, eine Dummel!“. Jetzt, wo die Demokratie nicht mehr so stark sei wie vor drei oder vier Jahrzehnten gelte es, den Jugedlichen zu verdeutlichen, was der Rechtsextremismus mit ihnen zu tun habe.

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