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Celle Stadt Klein Hehlen erlebt ein Spielmannszug-Revival
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Klein Hehlen erlebt ein Spielmannszug-Revival
14:56 12.03.2018
Von Katharina Baumgartner
Quelle: Patryk Reinhardt
Celle Stadt

KLEIN HEHLEN. Mittlerweile umfasst der Zug rund 26 Mitglieder. „Und es werden immer mehr“, freut sich Patryk Reinhardt. Der 20-Jährige engagiert sich seit der ersten Klasse in der Klein Hehlener Musikgruppe. „Wenn wir sonntags proben, sehe ich jedes Mal neue Gesichter“, verkündet der Übungsleiter. Auch wenn Reinhardt und Cohrs beide meinen, dass ihnen das Spielmannszug-Gen im Blut liege, sei das Wichtigste die Begeisterung für Musik. Reinhardt spielt Querflöte, vorher habe er "null Erfahrung“ gehabt. Cohrs fügt hinzu: „Niemand, der hier spielt, muss Noten lesen können.“

Elias benötigt weder Noten noch eine Grifftabelle. „Immer wenn die Pauke einsetzt, spiele ich“, erklärt der Neunjährige. Just in dem Moment haut der Junge die Becken zusammen – extra im kleineren Format. „Er spielt schon wie ein Großer“, sagt Reinhardt stolz, „und das schon nach vier Monaten.“ Zu Hause mache das scheppernde Hobby keine Probleme, sagt der Neunjährige. Etwas neidisch schielt sein Freund Brian herüber. „Eigentlich wollte ich Trommel spielen“, sagt der Flötenspieler. Da müsse man die Hände nicht die ganze Zeit zu hochnehmen wie beim Flötespielen, gesteht der Neunjährige.

„Du spielst in einem Spielmannszug?“ - Diese Frage bekommt Patryk Reinhardt oft zu hören. Der junge Mann ernte Unverständnis, wenn er erzähle, dass er einen Teil seiner Freizeit Flöte spielend in Uniform verbringe. „Todlangweilig, saufen und den Sommer immer unterwegs“, das seien die gängigen Vorurteile, sagt Nadine Cohrs. "Davon will ich weg", sagt die 35-Jährige. Für die musikalische Leiterin ist es die soziale Komponente, die zählt. „Die Kinder hängen nicht auf der Straße herum.“ Ein festes Ritual sei das gemeinsame Essen nach den Proben. „Da werden dann auch Dinge besprochen, die nichts mit der Musik zu tun haben.“

Es herrscht eine familiäre Atmosphäre im Vereinsheim. Während die einzelnen Instrumente üben, toben die Kleinsten umher. Noch sind sie zu jung für die Musikgruppe. „Wir nehmen Kinder ab sechs Jahren auf“, sagt die Leiterin. Während im Erdgeschoss die Pauke dröhnt, die Becken klirren und die Flöte fiept, kommt aus dem oberen Stockwerk eine dumpfe Rhythmik. „Das ist unsere Cheerleaderin“, sagt Cohrs.

Der Terminplan für die Klein Hehlener füllt sich langsam: Osterfeuer, Schützenfest in Boye und natürlich das Celler Schützenfest. „Man soll uns nicht sehen, sondern hören“, verkündet die musikalische Leiterin. Sie wollen wieder ihren unnachahmlichen Klang wiederfinden und „wieder durch Qualität überzeugen“.

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