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Celle Stadt Kleiner Schwerpunkt liegt bei Mendelssohn
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kleiner Schwerpunkt liegt bei Mendelssohn
10:49 26.07.2018
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Celle Stadt

Da ist zunächst im ersten Konzert am 8. Oktober ein Klaviertrio des Schwiegersohns Anton Dvoraks Josef Suk. Der hat bereits mit 16 Jahren ein Klaviertrio geschrieben, das in der Tradition der böhmischen Romantik steht, ein hörenswertes Stück, auf das man sich besonders freuen darf. Eine weitere tschechische Rarität wird am 12. Februar 2019 zu erleben sein, wenn Bohuslav Martinus große Sonate für Cello und Klavier zur Aufführung kommen wird. Bereits am 11. November wird das Zürcher Kammerorchester mit dem Geiger Daniel Hope ein Werk des in den letzten zehn Jahren als Schostakowitsch-Zeitgenosse ausgegrabenen Mieczyslaw Weinberg spielen. Dessen Musik hat sich als dermaßen bedeutend herausgestellt, dass die Werke wohl dauerhaft im Kanon etablierter klassischer Musik verbleiben dürften. Ein weiterer Komponist aus dem Osten, der Ungar György Kurtag, kommt zumindest als Randerscheinung im letzten Saisonkonzert mit der Bratscherin Tabea Zimmermann am 13. Mai 2019 im Programm des Celler Kammermusikrings vor. In diesem Konzert gibt es zudem zwei Raritäten zu hören, nämlich kleinere Stücke der Komponistinnen Clara Schumann und Fanny Hensel. Als Hauptwerke an diesem Abend werden die Cello-Sonate von Chopin in einer Bratschenfassung und des frühreifen Mendelssohns Viola-Sonate zu erleben sein.

Überhaupt fällt auf, dass ein kleiner inhaltlicher Schwerpunkt des Celler Kammermusikrings bei Mendelssohn liegt: Dessen Streichersinfonie steht genauso auf dem Programm wie dessen f-moll-Streichquartett mit dem Belcea-Quartett und der Cello-Sonate mit Valentin Radutiu. Der fast alljährliche Liederabend dieses Zyklus bringt die wesentlichen Schumann-Lieder an einem Abend. Es singt der in den letzten Jahren sehr erfolgreiche Tenor Mauro Peter. Außerdem zu Gast in Celle: Die Geigerin Vilde Frang, die am 27. März 2019 unter anderem die Schubert-Fantasie spielen wird.

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Wer Bläsermusik oder einen Klavierabend in diesem Zyklus vermutet, der wird vergeblich suchen. Auf einen solchen hat der Leiter des Kammermusikrings, Peter Schmid, verzichtet, sind doch durch die Reihe „Weltklassik.de“ in Wieckenberg regelmäßig Klavierabende zu erleben.

Von Reinald Hanke