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Celle Stadt AKH lagert Küche aus
Celle Aus der Stadt Celle Stadt AKH lagert Küche aus
17:24 22.02.2019
Von Michael Ende
Die AKH-Spitze möchte die Klinik-Küche in eine Servicegesellschaft auslagern. Quelle: Daniel Karmann
Celle

Was nicht rentabel ist, muss raus. Nach diesem Motto trennt sich das finanziell angeschlagene Celler Allgemeine Krankenhaus (AKH) von seiner Küche. Natürlich nur in organisatorischer Hinsicht: Der Bereich "Speisenversorgung" solle in eine Servicegesellschaft ausgegliedert werden, heißt es.

"Tertiärbereich" unter der Lupe

Bereits im Januar hatte Landrat Klaus Wiswe, nachdem der Landkreis der Klinik mit einer 12-Millionen-Euro-Geldpsritze aus der Patsche geholfen hatte, angekündigt, dass man im "Tertiärbereich" des Krankenhauses nach Einsparmöglichkeiten suchen wolle: Wiswe: "Es gibt nicht den einen großen Hebel, aber viele kleine. Der Gärtner oder die Schulspeisung sind zwei Beispiele, wo gespart werden könnte. Reinigung, Küche, IT-Versorgung, Außenanlagen, alle Bereiche werden unter die Lupe genommen."

Mitarbeiter in Sorge

Axel Reichinger, zuständiger Sekretär der Gewerkschaft Verdi, ist beunruhigt. Er befürchtet Veränderungen und Verschlechterungen der Arbeits- und Einkommensbedingungen der Berschäftigten: "Klinikbeschäftigten haben Angst um Arbeitsplatz und Einkommen." Elke Nobel, zuständig für Krankenhäuser im Verdi-Landesbezirk, sagt, man wolle mit allen Mitteln dafür Sorge tragen, dass die Beschäftigten nicht die Leidtragenden einer Krise würden, die andere zu verantworten hätten: "Alle nun folgenden Schritte verlangen eine höchstmögliche Absicherung der betroffenen Kollegen: Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen, Beibehaltung der geltenden Tarifverträge und Absicherungen durch Überleitungstarifverträge."

74 Beschäftigte betroffen

AKH-Sprecher Ralf Kuchenbuch bestätigt, dass geplant sei, Teile der bisherigen sogenannten tertiären Bereiche in Servicegesellschaften im Rahmen eines Betriebsübergangs auszulagern: "Dies betrifft in erster Linie die Küche." Die betroffenen 74 Mitarbeiter im AKH seien bereits im Rahmen einer Teil-Mitarbeiterversammlung informiert worden.

Gehälter bleiben gleich

Bei einem Betriebsübergang werde allen Mitarbeitern angeboten, in eine Servicegesellschaft zu wechseln, so Kuchenbuch. "Diese Regelung des Betriebsübergangs sollte Verdi durchaus bekannt sein, daher ist es unseriös, in diesem Zusammenhang von betriebsbedingten Kündigungen zu sprechen." In Fall der AKH-Küche sei außerdem – abweichend von der gesetzlichen Regelung, die im Falle des Geltungsbereichs eines anderen Tarifvertrages durchaus Abschläge vorsehen könne – ebenfalls bereits angeboten worden, dass beim Betriebsübergang das Gehalt der Mitarbeiter gleich bleibe. "Wie die genauen Regelungen aussehen, werden die Verhandlungsergebnisse zeigen. Dafür ist es derzeit zu früh", so Kuchenbuch.

Betriebsbedingte Kündigungen in anderen Bereichen nicht ausgeschlossen

Ob und welche anderen Bereiche ausgelagert werden, könne nicht gesagt werden, da die Erstellung des Sanierungsgutachtens noch laufe, betont Kuchenbuch: "Ebenfalls können betriebsbedingte Kündigungen in anderen Bereichen nicht ausgeschlossen werden, daher hat die Geschäftsführung die Mitarbeitervertretung inzwischen zu Verhandlungen über einen Interessensausgleich beziehungsweise nachgelagert eventuell einen Sozialplan aufgefordert." Die Verhandlungspartner träfen sich hierbei wöchentlich, um so noch während der Erstellung des Gutachtens eine konstruktive und auch tragfähige Lösung für das AKH zu erarbeiten.

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