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Celle Stadt Konzert lässt Zeit und Alter vergessen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Konzert lässt Zeit und Alter vergessen
20:40 02.09.2018
Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Wer die Open-Air-Festivals bei Lobetal kennt weiß, dass die Einladung nicht nur dem Hauptakt mit dem Star gilt. Die Veranstaltung entwickelt sich stets zu einem großen Familienfest mit einer ganz besonderen Atmosphäre – so auch dieses Mal.

Für die richtige Stimmung sorgten ab dem Nachmittag die beiden Vorbands und – ebenfalls schon Tradition – die kulinarische Meile mit vielen Leckerbissen am Rande des Festplatzes. Menschen mit Beeinträchtigungen, Freunde, Angehörige und Betreuer verschmolzen mit Konzertbesuchern zu einer großen Einheit von Leuten, die Musik hören, tanzen und einfach Spaß haben möchten.

Ein längerer Blick auf die den Einlass passierenden Besucher machte deutlich: Bei dieser Veranstaltung war graumelliert in der Mehrzahl. Die meisten der kontinuierlich ankommenden Gäste waren über 40 und hatten klare Vorstellungen, was hier zumindest vom Hauptkonzert zu erwarten war: Der Auftritt eines international gefeierten Superstars.

Auch das Ehepaar Gabi und Gerd Koch freute sich auf den Auftritt. Die zwei Celler hatten am Samstag die einmalige Gelegenheit mit Albert Hammond ins Gespräch zu kommen, denn sie waren die glücklichen Gewinner einer CZ-Verlosung. Auf Facebook hatten die beiden zwei „Meet and Greet“ Karten gewonnen. Neben einem kurzen Gespräch hatte das Ehepaar auch die Chance ein Foto mit dem freundlichen und sehr zugänglichen Weltstar zu machen. „Ein bisschen surreal fühlte sich das Ganze schon an“, verriet Gabi Koch, die schon seit Teenagerzeiten ein großer Fan von Hammonds Musik ist. „Er gehört zu vielen unserer persönlichen Erinnerungen. Wir waren sehr glücklich, als wir hörten, dass das Los auf uns gefallen ist und freuen uns jetzt sehr auf das Konzert.“

Bevor es mit dem Hauptkonzert allerdings losging, wurde den Besuchern des Lobetal-Open-Air-Festivals bereits jede Menge Spaß und Vergnügen geboten. Das Wetter spielte – nach zwei feuchten Vorläufern – in diesem Jahr perfekt mit. Dementsprechend kamen viele schon früh, um das Fest in vollen Zügen mitzunehmen. Gestärkt durch Kaffee und Kuchen, gebratene Champignons oder eine deftige Bratwurst vom Grill traf man sich mit Nachbarn und Freunden zu fröhlicher Plauderei und ließ sich von den mitreißenden Rockklängen der ersten Vorband „Just 4 Campfire“ musikalisch aufwärmen. Unter den alten Bäumen fanden auch die weniger rüstigen Gäste ausreichend Sitzplätze, um das rund sechsstündige Festival gut zu überstehen.

Nach den Vorbands folgte dann der Hauptact, auf den viele Besucher schon sehnsüchtig gewartet hatten. Albert Hammond betrat die Bühne und begann zu spielen. Hammond wurde 1944 in London geboren und ist nicht nur als Sänger, sondern auch als Songwriter und Musikproduzent erfolgreich. Seine Hits wie “The Free Electric Band”, “It Never Rains in Southern California” und “The Air That I Breathe” (für die Hollies geschrieben) sind Evergreens und seit Jahrzehnten Bestandteil seiner Konzertprogramme. 2008 wurde er in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen.

Auch in Celle enttäuschte er seine Fans nicht und knüpfte mit “The Free Electric Band“ (1973), „I’m a Train“ (1974), „Everything I Want to Do“ (1974) und „Down by the River“ (1975) an die Erinnerungen und musikalischen Vorlieben seines Publikums an. Das machte der Vollblutmusiker so authentisch und souverän, dass man Zeit und Alter vergessen und einfach genießen konnte. Der enthusiastische Beifall der begeisterten Zuschauer trotzte, nach dem sehr anrührenden „One Moment in Time“, sogar dem offiziellen Konzertabschluss. Der überhaupt nicht müde wirkende Hammond gab so noch eine ganze Reihe von Zugaben zum Besten.

Von Doris Hennies

Das Lobetal Open Air begeisterte die Zuschauer. Vor dem Hauptact spielte die etwas schräge, aber sehr unterhaltsame Band „el paniko – das Katastrophenorchester“.

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