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Celle Stadt Koordinatorin für Flüchtlingsarbeit: Echtes Interesse der Celler gefragt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Koordinatorin für Flüchtlingsarbeit: Echtes Interesse der Celler gefragt
13:34 30.01.2018
Von Dagny Siebke
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Wie gut können Flüchtlinge inzwischen Deutsch sprechen?

Das ist ganz unterschiedlich. Wenn Jugendliche in die Schule gehen, können sie oft schon nach einem oder zwei Jahren sehr gut Deutsch sprechen. Doch Erwachsene tun sich schwerer. Die Fremdsprachkenntnisse werden nach dem Europäischen Referenzrahmen beurteilt und unterscheiden dafür Sprachniveaus wie A1, B2 oder C1. Doch nur, weil man einen Sprachkurs besucht und die Grammatik lernt, heißt das nicht, dass man sie auch im Alltag anwenden kann. Wenn man noch nie im Leben eine Fremdsprache gelernt hat, kann man nicht nach 18 Monaten auf dem Niveau von C1 sprechen. Manchmal dauert es eben länger, weil bei Ämtern Angehörige, die schon gut Deutsch können, das Gespräch übernehmen.

Was heißt das für die Celler?

Dass der Umgang mit Geflüchteten für uns oft eine sprachliche Geduldsprobe ist. Wenn jemand nicht versteht, versuchen wir langsam zu sprechen, den Satz zu wiederholen und Fremd- oder Sprichwörter mit einfachen Worten zu umschreiben. Auf Dauer ist es ermüdend, aber es hilft den Lernenden, die Fremdsprache schneller anzuwenden. Das Grundproblem ist aber, dass Geflüchtete zu wenig in Kontakt mit Cellern kommen. Es geht um Alltagssituationen, in denen man sich etwas erzählt, auf welche Schule man geht und wie der nächste Tag aussieht.

2015 war die Hilfsbereitschaft groß. Was ist daraus geworden?

Die praktische Hilfe der Celler hat den Geflüchteten geholfen, in den Alltag zu finden. Nach mehr als zwei Jahren höre ich von einigen Ehrenamtlichen, dass sie nicht mehr so viele Stunden für die ehrenamtliche Arbeit aufbringen können. Einige bleiben weiterhin im engen Kontakt. Einige Angebote für Geflüchtete sind ein Bestandteil in den Kirchengemeinden geworden. Oft sind es im Alltag auch die kleinen Dinge, bei denen Celler die Geflüchteten unterstützen können.

Haben Sie ein Beispiel?

Die Geflüchteten wünschen sich mehr Kontakt mit den Cellern. Unser "Internationales Frauenfrühstück" richtet sich nicht nur an Migrantinnen. Doch wir werden gefragt, wo die deutschen Frauen sind. Damit so viele wie möglich Zeit haben, wollen wir am Samstagnachmittag einen Disco-Abend veranstalten. Dabei können deutsche und ausländische Frauen ins Gespräch kommen und sich austauschen, wie ihre Familie hier in Celle lebt. So können Geflüchtete ihr Deutsch verbessern und mit Cellerinnen gemeinsame Gesprächsthemen finden. Wir wollen, dass echtes Interesse besteht, von Frau zu Frau.

Wie kann Integration gelingen?

Es gibt leider nicht das eine Rezept für die Integration. Man muss vieles probieren und viel Geduld haben. Richtig gut klappt es bei niedrigschwelligen Aufgaben. Ehrenamtliche Arbeit ist immer ein Gewinn für beide Seiten. Wer zum Beispiel in Syrien als Arzt gut verdient hat, hat es er hier schwer, direkt im OP-Saal anzufangen. Viele Geflüchtete müssen erst lernen, dass Nachweise in Deutschland das A und O sind. Ich empfehle ihnen, stufenweise vorzugehen. Sie müssen erst in ein "normales deutsches Leben" finden mit ehrenamtlicher Arbeit oder einem Praktikum. Erst wenn sie die Sprache so gut können, dass sie hier tatsächlich in ihrem alten Beruf arbeiten können, sind sie an ihrem eigentlichen Ziel angekommen. Beispiele gibt es schon.

Die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Groß Hehlen fand im Ringhotel Celler Tor statt. Ortsbrandmeister Benno Hinterthür begrüßte neben den Mitgliedern der Einsatzabteilung und des Reservezuges als Gäste Stadtbrandmeister Kai-Uwe Pöhland, den stellvertretenden Kreisbrandmeister Willi Lucan, aus der Stadtverwaltung Jörg-Gerhard Schuster, den Ehrenortsbrandmeister Otto Knopp sowie den Ortsbürgermeister Axel Fuchs

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