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Celle Stadt Was Sie über freilaufende Katzen wissen sollten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Was Sie über freilaufende Katzen wissen sollten
10:35 20.04.2019
Das Celler Land ist Katzenland: Im Tierheim am Garßener Weg gibt es zahlreiche Katzen. Einige warten auf einen neuen Besitzer, andere wohnen dort einfach. Quelle: Christian Link
Celle

Die Celler Tierschützer müssen immer häufiger ausrücken, um bei einer großen Aktion möglichst viele freilaufende Katzen einzufangen. "Normalerweise liegt die Zahl zwischen 20 und 30 Tieren im Jahr. 2018 waren es allerdings fast 40 Tiere", sagt Heidi Welle vom Waldtierheim in Altencelle.

Um die Katzen kastrieren zu lassen, streckt der Tierschutzverein das Geld für die Tierarztkosten vor. "Bei einer Katze liegen die Kosten zwischen 100 und 120 Euro, bei einem Kater zwischen 65 und 70 Euro pro Tier", erklärt Welle. Die Rechnungen reichen die Tierschützer beim Dachverband ein, um ein Teil des Geldes wiederzubekommen. Ein Teil spenden Tierärzte. Allerdings bleiben die Celler Tierschutzvereine häufiger auf den Kosten sitzen.

Finanzen innerhalb eines Monats ausgeschöpft

"Das Land Niedersachsen stellt jährlichen einen bestimmten Finanztopf zur Kastration von Katzen zur Verfügung. Doch dieser ist in der Regel im ersten Monat ausgeschöpft", sagt Annette Fischer vom Tierheim in Vorwerk. Dort fielen im Jahr 2018 Kosten in Höhe von 3000 Euro für die Kastration von Katzen an. Die Tierheimleiterin fordert überall im Landkreis Celle eine Kastrationspflicht für Katzen. Bislang bestehe diese nur in der Stadt Celle.

"Gerade im ländlichen Bereich gibt es immer mehr freilaufende Katzen", sagen die Tierschützerinnen. Zum Beispiel in Müden, Beedenbostel, Bergen, Unterlüss, Eschede und Habighorst, aber auch am Silbersee. "Die Bauern denken: Je mehr Katzen es auf Höfen gibt, umso weniger Probleme gibt es mit Mäusen und Ratten", erzählt Annette Fischer.

Einzelne Katzen melden und Falle ausleihen

Heidi Welle ergänzt: "Es wäre schön, wenn sich die Leute schon melden würden, wenn ihnen einzelne Katzen auffallen. Und nicht erst, wenn sich eine ganze Population gebildet hat. Wenn sie dann erst anrufen, ist es schon zu spät."

Annette Fischer weiter: "Es ist auch für die Katzen unschön, wenn sie ständig Nachwuchs bekommen. Und wenn die Kater ständig Kämpfe führen." Durch den vielen Stress sei die Lebenserwartung der freilaufenden Katzen niedriger. Im Tierheim am Garßener Weg können sich Celler bei Bedarf auch eine Falle ausleihen.

Nach der Kastration lassen die Tierschützer aus Vorwerk die "Wildis" wieder an ihrem Fundort frei. Die Tierheimleiterin sagt: "Es ist schwierig, die Tiere dauerhaft bei uns unterzubringen. Die Katzen über Monate einzusperren ist auch tierschutzwidrig." Zudem sei es schwierig, im Heim neue Tiere dauerhaft zu integrieren. Man sehe den Katzen an, wie wohl sie sich an ihrem angestammten Platz fühlen. "Wenn sie wieder zu Hause sind, strecken sie sofort die Brust heraus und den Schwanz in die Höhe", erzählt Annette Fischer.

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