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Celle Stadt Meisterpflicht erwünscht
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Meisterpflicht erwünscht
19:47 02.12.2019
Von Svenja Gajek
Peter Wollseifer (links), Präsident des Zentralverband des Deutschen Handwerks, und Kreishandwerksmeister Ernst Heinrich Ahrens sprachen über Probleme und Chancen. Quelle: Kreishandwerkerschaft Lüneburger Heide
Celle

Der traditionelle Amtsträgerabend der Kreishandwerkerschaft Lüneburger Heide fand kürzlich im Hotel Celler Tor statt. Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverband des Deutschen Handwerks, und Kreishandwerksmeister Ernst Heinrich Ahrens sprachen über Probleme und Chancen.

Handwerkskonjunktur hat Gipfel erreicht

Das Thema des Abends war "Das deutsche Handwerk – fit für die Zukunft?". Ahrens betonte: "Die gute wirtschaftliche Entwicklung im regionalen Handwerk bleibt auf hohem Niveau stabil. Laut aktueller Herbstkonjunkturumfrage der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade hat die Handwerkskonjunktur offenbar den Gipfel erreicht. Es kommt nun darauf an, möglichst lange auf dem Gipfel zu bleiben."

Brexit schafft viele Unsicherheiten

Wollseifer lobte die Celler Handwerksbetriebe: "Hier zeigt sich besonders, was Handwerk alles kann. Vor allem mit den Fachwerkhäusern hat sich das Handwerk wirklich gut verewigt." Die Zahlen seien noch gut, die Auftragsbücher gefüllt. "Das Handwerk ist ein Stabilitätsanker für die Gesamtwirtschaft." Mit Sorge schaut Wollseifer auf die internationale Lage: "Mit dem Brexit sind viele Unsicherheiten verbunden."

Bundesregierung muss Verantwortung übernehmen

Ebenso beunruhigt Wollseifer die Zunahme von populistischen Strömungen. "Und das nach einer so grandiosen Entwicklung, einer unnachahmlichen Aufbauleistung gerade in Thüringen." In dieser Situation müsse die Bundesregierung Verantwortung übernehmen. Die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, den Mittelstand zu fördern, unterstützt Wollseifer. Wichtige Punkte seien der Steuerdeckel, die Anhebung der Ist-Versteuerung und die Anhebung bei der Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter.

Erneute Einführung der Meisterpflicht in zwölf Handwerksberufen ist erfreulich

Als besonders negativ bewertet Wollseifer die Abschaffung der Meisterpflicht im Jahr 2004: "Wir haben die Abschaffung für einen Riesenfehler gehalten und leider Recht gehabt. Der Meisterbrief ist der Garant, um das Ausbildungssystem und damit auch Fachkräfte im Handwerk für die Zukunft zu gewährleisten." Es sei deshalb erfreulich, dass in zwölf Handwerksberufen die Meisterpflicht wieder eingeführt werden soll.

"Handwerk ist der Umsetzer der Energiewende"

Zudem betonte Wollseifer die gute Aufstellung des Handwerks in Sachen Klimaschutz. "Handwerk ist der Umsetzer der Energiewende. Alle Techniken und Innovationen, die dafür erforderlich sind, bauen Handwerker ein."

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