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Celle Stadt Krieg der Geschlechter
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Krieg der Geschlechter
17:31 17.12.2012
Als „Caveman“ erklärte Raùl Gonzalez den Cellern, warum Frauen und Männer so unterschiedlich sind und am Ende doch irgendwie zusammengehören. Quelle: Timo Kastern
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Heute geben zehn Schauspieler dem „Caveman“ ihre persönliche Note und spielen in über 70 Spielorten bundesweit. In Celle verkörperte Raùl Gonzales am Freitag die Evolutionsstufen des „Höhlenmannes“ vor nahezu ausverkauftem Hause in der CD Kaserne.

Natürlich ist ihm klar, dass Mann und Frau als zwei unterschiedliche Kulturen zu betrachten sind, schließlich sind beide gänzlich unterschiedlich im Erbgut geprägt. Hier der Jäger, dort die Sammlerin. Evolutionsbedingt können wir gar nicht anders, als unseren Urinstinkten nachzugeben. Logik heißt für Männer: fixiert auf Ihr Ziel, stellt sich ihnen ein Problem in den Weg. Zack. Problem gelöst. Logik heißt für Frauen: Flexibel sein. In Umwegen denken können. Sich nicht behindern lassen. Daraus resultieren Konflikte und Missverständnisse, aber auch jede Menge Spaß.

So schafft es Gonzalez in zwei Stunden dem Publikum den Spiegel vorzuhalten. Gonzalez wirkt zu Beginn etwas hölzern, doch er nimmt nur kurz Witterung mit dem Publikum auf, um es anschließend immer wieder und gnadenlos komisch mit in sein Spiel einzubeziehen. Dazu verlässt er schon mal die Bühne und umarmt einen Gast, enttarnt die Besucher und nimmt sie so zauberhaft mit auf seine Reise, so dass diese am Ende doch sehr glücklich über ihren Besuch beim „Caveman“ waren.

„Caveman" ist brüllend komisch, vor allem auch durch die kraftvolle Darstellung von Raùl Gonzalez, der alle drei Rollen – Mann, Frau und den Erzähler – mit Hingabe verkörperte und das Publikum faszinierte.

Von Timo Kastern