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Celle Stadt Bäcker-Innungen fusionieren
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bäcker-Innungen fusionieren
20:15 18.11.2019
Von Svenja Gajek
Die Bäcker-Innung Celle hat zum Zeitpunkt der Fusion mit Soltau-Fallingbostel noch 12 Mitglieder. Zusammen sind dann 24 Mitglieder in der Innung mit dem neuen Namen "Bäcker-Innung Lüneburger Heide". Quelle: Uwe Anspach
Celle

Seit jeher schließen sich Handwerker zusammen, um ihre gemeinschaftlichen geschäftlichen Interessen zu fördern. Was im Mittelalter die Zünfte waren, sind heute die Innungen. Dabei kommt es immer wieder zu Umstrukturierungen. Die Bäcker-Innungen Celle und Soltau-Fallingbostel haben beschlossen, mit Wirkung zum 1. Januar 2020 zur Bäcker-Innung Lüneburger Heide zu fusionieren. Zum offiziellen Termin der Fusion werden noch 12 Betriebe in der Bäcker-Innung Celle sein. Mit den Mitgliedern von Soltau-Fallingbostel hat die neue Innung dann 24 Mitglieder.

Neuer Bäcker-Innungsvorstand vorgestellt

Auf der Gründungsversammlung am 4. November dieses Jahres wurde Dirk Wrogemann, Inhaber der Bäckerei Wrogemann aus Wietzendorf, zum Obermeister der Innung gewählt. Als Stellvertreterinnen stehen ihm Claudia Wolther aus Walsrode und Anja Misch aus Celle zur Seite. Claudia Wolther wurde zudem auch als Werbewartin gewählt. Als Lehrlingswarte sind für den Heidekreis Andreas Stadtländer aus Walsrode und Günter Stremmel aus Celle gewählt worden. Als Schriftführer fungiert Matthias Hoppe aus Schneverdingen und als Beisitzerin Stefanie Beuße aus Bispingen.

Rausch legt sein Amt nieder

Reinhard Rausch war 21 Jahre lang Obermeister der Bäckerinnung Celle. Nach solch einer langen Zeit hatte er geplant, sein Amt abzugeben. „Leider hat sich kein Kollege unserer Innung gefunden, der Obermeister werden wollte“, erklärt der 69-Jährige. „Deswegen gab es nur das Fusionieren. Dazu bot sich unsere Nachbarinnung Soltau-Fallingbostel an, welche die gleiche Größe hat.“ Die Feinbäckerei Rausch in Hambühren wurde 1950 gegründet. Rausch übernahm 1981 das Geschäft von seinem Vater. Er hat zurzeit 12 Mitarbeiter und keine Lehrlinge.

"Kein anderer Kollege wollte Obermeister werden", so Bäckermeister Reinhard Rausch. Quelle: Martina Hancke

Für Kunden und Mitarbeiter keine Auswirkungen

Rüdiger Jeske, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Lüneburger Heide, betont: „Der Vorgang hat sowohl für die Kunden als auch für die Mitarbeiter keine Auswirkungen.“ Bereits zum Anfang des vergangenen Jahres wurde die Fusion der Fleischer-Innungen Lüneburger Heide und Celle/Soltau-Fallingbostel zur Fleischer-Innung Lüneburger Heide wirksam.

Innungen unterstützen Mitglieder in tariflichen und arbeitsrechtlichen Angelegenheiten

Ebenso wird es für die Mitglieder der Innungen durch die Fusion keine Einschränkungen geben. „Die Leistungen werden die gleichen bleiben“, so Rausch. Die Bäcker-Innungen versorgen ihre Mitglieder mit aktuellen Informationen. Sie bieten ihnen Beratung in allen tariflichen und arbeitsrechtlichen Angelegenheiten. Dazu gehört auch eine betriebswirtschaftliche Beratung sowie Unterstützung beim Umgang mit Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz. Außerdem bieten die Innungen Fortbildungen an, liefern Branchensoftware und helfen bei Betriebsübergaben.

Anzahl der Innungsbetriebe durch Strukturwandel zurückgegangen

Die Bäcker-Innungen verfügen über eine lange Historie. Die Vorläufer dieser gemeinsamen neuen Innung waren die Bäckerinnungen aus Walsrode, Soltau und Celle, die 1740, 1732 und 1581 gegründet wurden. Durch den vorherrschenden Strukturwandel im Bäcker-Handwerk hatte sich die Anzahl der Innungsbetriebe in den letzten Jahren stark verringert. „Die neue gemeinsame Innung gehört nunmehr zu den leistungsstarken im Landesverband Niedersachsen/Bremen des Bäckerhandwerks“, so Jeske.

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