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Celle Stadt Celler Pflegekräfte: "Wir sind Gold wert"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Pflegekräfte: "Wir sind Gold wert"
14:28 01.05.2019
Von Dagny Siebke
Das Pflegebündnis für Stadt und Landkreis Celle fordert bei der Kundgebung zum 1. Mai eine Aufwertung der Pflegeberufe. Quelle: Dagny Siebke
Celle

Wie sieht die Zukunft der Pflegekräfte am AKH aus? Das war die entscheidende Frage, um die sich die Reden bei der Celler Kundgebung zum 1. Mai drehten. Der DGB-Kreisvorsitzende Paul Stern sagte vor etwa 150 Interessierten: "Die Belegschaft im AKH soll nicht für die Misswirtschaft der Geschäftsleitungen bluten." Die Gewerkschafter stellten zur Debatte: "Wäre es nicht jetzt besser, einen klaren Schnitt zu machen?" Konkret forderte Stern den Rücktritt des gesamten Aufsichtsrates und einen Neubeginn in einem geänderten Format: "Ein neuer Aufsichtsrat, in dem zum Beispiel auch die Belegschaft stimmberechtigt wäre."

Pflegebündnis fordert Aufwertung der Pflegeberufe

Daniel Wagner vom Pflegebündnis Celle hinterfragte das deutsche Gesundheitssystem: "Ist es würdevoll, wenn Sie schwer krank oder nach einem Unfall im Krankenhaus liegen und vom System nur noch nach der Wirtschaftlichkeit betrachtet werden und Ihnen nur wenige Minuten der Pflege statistisch zustehen?"

Wie sieht die Zukunft der Pflegekräfte am AKH aus? Das war die entscheidende Frage, um die sich die Reden bei der Kundgebung zum 1. Mai drehten. 

Unter dem Motto "Pflege ist Gold wert" warb das Bündnis für eine Aufwertung der Pflegeberufe: "Die Pflegekräfte dürfen nicht mehr so verheizt werden und es müssen Arbeitsbedingungen und Löhne geschaffen werden, dass sich die Menschen um die Ausbildung in der Pflege reißen und glauben Sie mir, Sie werden solche Veränderungen höchst willkommen heißen, wenn Sie selbst mal auf Pflege angewiesen sind." Wer, so Werner, würde seinen Kindern schon empfehlen, eines Tages in der Pflege zu arbeiten? "Wer würde dies als erstrebenswerten Berufsweg verteidigen?"

AKH sammelt Unterschriften für Erhalt des Personals

Der Sprecher des Pflegebündnisses weiter: "Natürlich spielt der menschliche Aspekt eine große Rolle, doch werden Pflegekräfte auch moralisch erpresst. Wir können nicht so ohne weiteres Streiken und wollen die Menschen die wir pflegen ja auch nicht im Stich lassen. Pflegende Menschen werden in diesem Land ausgenutzt, in einem der reichsten Länder der Welt. Muss das sein? Ich denke die Pflege sollte eines der anerkanntesten, bestbezahltesten und erstrebenswertesten Berufszweige werden."

Der AKH-Betriebsratsvorsitzende Ralf Laumert bat die Celler um ihre Unterschrift für den Erhalt der öffentlichen Trägerschaft und des Personals am AKH. An einem der 13 Stände beantworteten AKH-Mitarbeiter Fragen zur aktuellen Situation.

Kurden machen auf Hungerstreik aufmerksam

Am Rande der Maikundgebung ging es um ganz andere Themen. Im Namen vom NAV-DEM Celle – Gesellschaftszentrum der Kurden in Celle – hieß es an einem Stand: "Die Kriege, die momentan überall auf der Welt geführt werden, treiben die Profite kapitalistischer Kriegskonzerne weiterhin in undenkbare Höhen, während Millionen von Menschen in Armut und Arbeitslosigkeit ihrer Würde beraubt werden. Als einer der größten Waffenexporteure der Welt spielt Deutschland hierbei eine große Rolle. Während einerseits deutsche Waffen an despotische Regierungen verkauft werden, wo sie dann gegen regimekritische Demonstranten eingesetzt werden, wird seit Jahren in Europa gleichzeitig eine rechte Politik gegen MigrantInnen und Flüchtlinge geführt."

Das kurdische Bündnis machte auf Aktivisten aufmerksam, die für die Freiheit in den Hungerstreik traten und seit bis zu 175 Tagen ausharren. "An diesem 1. Mai müssen wir, als revolutionäre, feministische, ökologische, demokratische und progressive Gruppen, unsere Kräfte vereinen und einen gemeinsamen Kampf gegen dieses mörderische System führen", hieß es weiter.

Rund um das Ezidische Kulturzentrum in Westercelle zeichnet sich ein Ende der Parkmisere bei Trauerfeiern ab.

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