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Celle Stadt Über den Wolken – der Zauber eines Atemzugs
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Über den Wolken – der Zauber eines Atemzugs
22:27 10.02.2019
Wolfgang Richter im Cockpit eines Segelfliegers - gemalt von Sofie Siweg Quelle: Doris Hennies
Celle

Eine ganz besonderes Vor-Geburtstags-Präsent bekam der bald 80-jährige Wolfgang Richter – Herzensmaler und seit 16 Jahren reger Vorsitzender des Amateurmalkreises Celle – zum Geschenk: eine Ausstellung im Sophienstift, bei der nicht nur eine ganze Anzahl seiner Bilder gezeigt werden, sondern auch noch elf kunstschaffende Kollegen ihre Werke präsentieren. Eine runde Sache, die nicht nur für die Vielfalt von Maltechnik und Darstellung steht, sondern vor allem die tiefe Freude am kreativen Schaffensprozess eindrucksvoll demonstriert. Wer die Bilder in den Fluren links und rechts vom Foyer betrachtet, dem kann nicht entgehen, dass es sich hier um Leidenschaft handelt – und sicherlich eine Inspiration, es selbst einmal zu versuchen.

Wieder Fliegerluft geschnuppert

Das zentrale Thema in Richters Bildern beschäftigt sich diesmal mit dem Segelfliegen. Dazu hatte er schon in jungen Jahren einen starken Bezug (sein Vater war Segelflugzeug-Baumeister). So hatte er, sobald es ging, seinen „Luftfahrerschein“ und das Leistungsabzeichen „Silber C“ gemacht und sich wettkampfmäßig sogar für die Niedersachsenmeisterschaften qualifiziert. Im späteren Berufsleben war dafür kein Platz, aber seit vergangenem Jahr schnuppert er wieder Fliegerluft – und steigt auch wieder auf, über die Wolken, zur grenzenlosen Freiheit, als Mitfliegender.

Neustart als Amateurmaler und Autodidakt

Wolfgang Richter malt gegenständlich. Das, was er erlebt, das, was ihn bewegt, hält er auf Papier und Leinwand fest – erschafft einen Moment, an dem die Zeit feststeht – Erinnerungen voller Emotionen und sehr persönlicher Aussagekraft. „Der ganze Zauber eines Atemzugs“, nennt es Ruth Schimmelpfeng-Schütte in ihrer Eröffnungsrede. Mit Farben und Werkzeug umzugehen, das hat der beinahe 80-Jährige, der schon als Kind gerne malte, in seinem Beruf verinnerlicht. Der gelernte Maler- und Lackierermeister wurde Fachberater und -vertreter in der Industrie. 2003 ging er nach 50 Berufsjahren in den Ruhestand: Neustart in ein aktives Leben als Amateurmaler und Autodidakt. Er ging es gezielt an, wurde Mitglied im Amateurmalkreis und nach nur drei Jahren dort zum Vorsitzenden gewählt.

Die Ausstellung ist noch bis 2. März täglich von 10 bis 19 Uhr im Foyer des Sophien-Stifts in Celle zu sehen.

Von Doris Hennies

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