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Celle Stadt Lachen gegen Vorurteile
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Lachen gegen Vorurteile
10:36 11.09.2018
Von Dagny Siebke
Der gebürtige Schweizer Alain Frei ist in der Welt zu Hause. Sie mit Humor und Ironie zu beschreiben, hat er sich zur Aufgabe gemacht. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle

Ihr Programm heißt „Mach dich frei“. Wie sollen die Celler das verstehen?

Wie alle anderen sollen sie sich im Kopf freimachen von Vorurteilen und Gewohnheiten. Viele Menschen nehmen Kleinigkeiten wie Karriere oder Ärgernisse viel zu wichtig und dafür kommen die wirklich wichtigen Dinge im Leben oft zu kurz, nämlich Freunde und Familie.

Das klingt ja nach einem sehr ernsten Thema.

In der Tragik liegt immer auch etwas Komische. Das Leben ist nicht immer so leicht. Wenn das Publikum aus meiner Show geht, soll es nicht mehr so einen schweren Rucksack tragen.

Sie gehören zum Stand-up-Comedy-Ensemble „Rebell Comedy“. Was machen Sie anders als andere Künstler?

Es war Zufall, dass wir Künstler in der Gruppe alle einen Migrationshintergrund haben. Uns zeichnet aus, dass wir sehr nah am Zeitgeschehen dran sind und für eine neue Generation von Comedy stehen. Wir sind ziemlich frech auf der Bühne und quatschen ganz frei darüber, was gerade abgeht. So bringen wir auch das Thema Religion auf die Bühne und sprechen über die gleichgeschlechtliche Ehe. Bei unseren Veranstaltungen sitzen viele Migranten, die diese Themen nicht alle witzig finden. Aber es macht uns aus, über alles zu reden.

Wie kommen sie auf ihre Pointen?

Oft ist das Leben schon absurd genug. Es kann aber auch passieren, dass ich Lust habe über etwas Wichtiges zu reden und dann kommt etwas Lustiges hinzu. Aktuelle Themen wie die Ereignisse in Chemnitz schneide ich nur an, darüber wurden schon alle möglichen Gags gebracht.

Sie leben seit zehn Jahren in Deutschland. Wann waren sie zuletzt in der Schweiz?

Erst letzte Woche bin ich dort aufgetreten. Es war ganz ungewohnt. Wenn ich in Deutschland Schweizerdeutsch spreche, versteht mich keiner. Doch wurde ich sogar in der Schweiz gebeten, Hochdeutsch zu sprechen.

Im Celler Schlosstheater hat das Stück "Fesche Lola, brave Liesel" seine Uraufführung erlebt. Das Werk nach dem Roman von Heinrich Thies kam beim Publikum durchwachsen an.

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