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Celle Stadt Land schießt weitere 10 Millionen Euro in Bauvorhaben
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Land schießt weitere 10 Millionen Euro in Bauvorhaben
14:40 13.06.2010
Von Gunther Meinrenken
AKH stellt Bevölkerung Planungen für Neubau vor Quelle: Peter Müller
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Celle Stadt

Seit mehr als zwei Jahren beschäftigt sich das Allgemeine Krankenhaus mit dem Mammutprojekt eines Neubaus, mit dem zukunftsweisende Umstrukturierungen an der Klinik einher gehen sollen. Doch bis auf vorbereitende Arbeiten wie der Neuverlegung von Versorgungsleitungen ist man an der Celler Klinik noch nicht sehr weit gekommen. Zuletzt wurden die Arbeiten im August unterbrochen. Der Grund: Die Planungen wurden noch einmal überarbeitet. Jetzt hat die AKH-Spitze das Bauvorhaben der Bevölkerung bei der Sitzung des Ortsrats Hehlentor vorgestellt.

Vorstandssprecher Norbert Mischer begann seine Ausführungen mit einer guten Nachricht aus Hannover. „Das Land hat einen weiteren Millionenbetrag zugesagt“, erklärte Mischer den etwa 20 Zuhörern und den Ortsratsmitgliedern. Und diese zusätzliche Finanzspritze aus Hannover ist für die Realisierung des Bauvorhabens auch dringend notwendig gewesen. Denn im Zuge der Überarbeitung des Nutzungskonzepts waren die Gesamtkosten erheblich in die Höhe geschnellt.

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Ursprünglich war das AKH von Gesamtkosten von 22 Millionen Euro ausgegangen, von denen das Land etwa 11 Millionen Euro beisteuern wollte. Doch vor ein paar Monaten entschloss sich das AKH, die Operations-Abteilung in dem Neubau zu konzentrieren – und das wird teuer. Die Kosten für das gesamte Projekt steigen dadurch auf 33 Millionen Euro, wobei 10 Millionen Euro allein auf den OP-Bereich entfallen. Im niedersächsischen Sozialministerium stießen die Neuplanungen des AKH jedoch auf Wohlwollen, weitere 10 Millionen Euro an Fördergeldern sind zugesagt worden.

In dem Neubau, der nun kürzer gebaut werden soll, werden zudem das Zentrale Bettenmanagement, das Patienten-Service-Center, das Viszeralzentrum und die Notfallambulanz untergebracht. Dafür wird das alte Verwaltungsgebäude abgerissen. Wann es mit den Bauarbeiten los geht, konnte Mischer allerdings noch nicht sagen. „Die Umplanungen sind im Fluss. Derzeit finden intensive Detailplanungen gemeinsam mit Architekten, Fachplanern sowie Mitarbeitern des Hauses statt“, so Mischer, der allerdings eines schon mitteilte: „Die Gesamtmaßnahme wird drei bis vier Jahre dauern.“ Danach geht es gleich weiter. Die Modernisierung der Unfallchirurgie und der Kinderklinik sind die nächsten Projekte des AKH.

Anwohner vor allem genervt

vom Verkehr

CELLE. Die Nachbarn des Allgemeinen Krankenhauses sind nicht gerade zu beneiden. Das wurde bei der jüngsten Sitzung des Ortsrats deutlich, bei der Vorstandssprecher Norbert Mischer das kommende Bauprojekt an der Klinik vorstellte. Es sind jedoch nicht nur die ständigen Bauarbeiten an der Klinik, die den Anwohnern auf die Nerven gehen, Beschwerden gibt es vor allem wegen der Verkehrsbelastung, die vom AKH ausgeht.

Im Zuge der Arbeiten für den Neubau wird der Haupteingang des AKH an die Wittinger Straße verlegt, deren Anwohner sorgen sich um den dann zunehmenden Verkehr in ihrer Straße und um die Parkplätze, die dann von Besuchern der Klinik belegt werden dürften. Eine Anwohnerin will daher Parkkarten für die AKH-Tiefgarage. Mischer sagte dies zu.

Ein anderer Besucher der Sitzung bemängelte die vagen Aussagen zur Bauzeit, die Mischer mit drei bis vier Jahren angegeben hatte. „Als die Balkone zur Wittinger Straße abgerissen wurde, hieß es, das dauert 12 bis 15 Monate, letztlich wurden drei Jahre daraus“, so der AKH-Nachbar, der gerne eine Tempo-30-Zone an der Wittinger Straße hätte und bereit wäre, „für eine Woche den Einsatz von Blitzgeräten“ zu bezahlen, um die Raser zur Räson zu bringen.

Auf ein weiteres Problem wiesen Anwohner der Rauhen Gasse hin. „Bei uns ist ein Verkehr wie in einer Durchgangsstraße.“ Zudem sei die Straße ständig zugeparkt. „Ich bin bereit den Baulärm zu ertragen, aber Sie müssen etwas beim Parken tun“, forderte die Anwohnerin Mischer zum Handeln auf. Dieser stellte klar, dass man die Vorschriften für die Anzahl von Parkplätzen erfülle. Gleichwohl trage man sich mit dem Gedanken, so der AKH-Vorstand, das Parkdeck um eine „Palette“ zu erhöhen.“