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Celle Stadt Lieber hinterm Steuer als im Büro
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Lieber hinterm Steuer als im Büro
16:47 14.10.2018
Alina Kowalik wird von Tim Söhnholz und Wolfgang Krug ins Busfahren eingewiesen. Quelle: Kimberly Wojahn
Celle

Alina Kowalik will Busfahrerin werden. „Das ist mein Traum, seit ich vor drei Jahren ein Praktikum bei der CeBus gemacht habe", erzählt die 17-Jährige. Warum das so sei, könne sie eigentlich gar nicht so genau sagen, erklärt sie und lacht. „Aber jeden Tag im Büro zu sitzen – das ist einfach nichts für mich.“
Die Cellerin nimmt an diesem Samstag am Schnuppertag der CeBus auf dem Betriebshof an der Nienburger Straße teil. Einen Vormittag lang können sich hier Frauen darüber informieren, ob die Arbeit als Busfahrerin eine berufliche Option für sie ist.

Um ein Gefühl für die besondere Fahrzeuggröße zu bekommen, bietet die CeBus in Zusammenarbeit mit Fahrlehrern der City-Fahrschule Krug Interessentinnen auch Probefahrten über das Betriebsgelände an. Kowalik ist gerade von einer zurückgekommen und strahlt jetzt über das ganze Gesicht. „Das war traumhaft“, schwärmt sie, „einmal hinter dem Steuer zu sitzen. Das ist schon ein sehr großes Fahrgerät. Aber es ist auf jeden Fall beherrschbar – wenn man das will, dann kann man das auch.“

Seit 2016 gibt es den Schnuppertag speziell für Frauen, den die CeBus zweimal pro Jahr in Zusammenarbeit mit den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters und der Agentur für Arbeit sowie der Geschäftsstelle des Überbetrieblichen Verbundes Frauen und Wirtschaft organisiert. Alleinerziehende, Frauen, die nach der Elternzeit wieder beruflich durchstarten möchten oder seit einiger Zeit arbeitslos sind, stehen dabei besonders im Fokus. „Wir wollen Frauen hinter das Steuer bringen“, erläutert Sabine Mix von der Arbeitsagentur. Dabei arbeite man aber keinesfalls gegen die Männer, betont Dyana Mieske-Borchers vom Jobcenter. „Wir wollen erreichen, dass es ganz normal und nichts Besonderes mehr ist, wenn Frauen Busfahrerinnen sind.“

Deswegen schaue man, dass man die notwendige Qualifizierung für die Ausübung dieses Berufs möglichst fördern könne. „Das geht allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen“, erklärt Mieske-Borchers. Seitens des Jobcenters oder der Arbeitsagentur gefördert werden könne nur, wer mindestens 21 Jahre alt sei, einen Pkw-Führerschein besitze, bereits Berufspraxis gesammelt habe und die gesundheitliche Eignung mitbringe.

20 weibliche Fahrer hat die CeBus zurzeit: Eine davon ist Susanne Korsch – die Mutter von fünf Kindern ist seit elf Jahren dabei. „Ohne Busfahren könnte ich gar nicht mehr“, verrät sie. Es sei schönes Gefühl, als Frau das große Fahrzeug zu beherrschen, auch die Nähe zu den Fahrgästen schätze sie sehr. „Es gibt Leute, die fahren schon seit Jahren mit mir – da bekommt man von Stammgästen ab und zu sogar auch mal ein Stück Schoki angeboten.“

Ginge es nach CeBus-Betriebsleiter Olaf Rätsch, dürften es künftig ruhig noch mehr weibliche Mitarbeiter sein. „Genau wie viele andere Unternehmen suchen wir nach Fachkräften. Und Frauen sind oft feinfühliger im Umgang mit Fahrgästen, vor allem mit Schulkindern.“

Von Christina Matthies

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