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Celle Stadt "Ich hab das Gefühl, ich bin das Krippenspiel"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Ich hab das Gefühl, ich bin das Krippenspiel"
20:31 01.02.2019
Von Audrey-Lynn Struck
CZ-Reporterin Audrey-Lynn Struck traf Luke Mockridge nach dem Auftritt zum Gespräch.
Celle

CELLE. Es ist kurz vor 23 Uhr, als Luke Mockridge trotz des zweieinhalbstündigen Programms noch einmal in den Eingangsbereich der CD-Kaserne kommt. Im Gehen streift er sich schnell einen grauen Pullover über, dann hat er auch schon den Autogrammtisch erreicht, um den herum ein paar Dutzend Zuschauer stehen. Freundlich unterschreibt er auf Tickets, macht Fotos und findet auch noch die Zeit zu einem kleinen Pläuschchen.

Im Backstage-Bereich wieder angekommen, setzt er sich an einen Tisch, um noch einen kleinen Happen zu essen. Über fünf Jahre ist es nun her, dass er in der CD-Kaserne auftrat. Damals stand Luke Mockridge als einer von mehreren Comedians bei der Nightwash-Show auf der Bühne und gab zuvor noch – als Comedy-Newcomer betitelt – in der Celleschen Zeitung ein Interview. Ist der Auftritt in Celle nun anders? „Damals bei der Show kam mir die CD-Kaserne größer vor, weil ich noch nicht in so großen Hallen gespielt habe. Spannend, wie sich die Wahrnehmung so ändert“, erzählt der Entertainer, während er sich ein Knäckebrot schmiert. Dennoch sei der Auftritt ähnlich, „genauso wohlwollend“ wie damals, gewesen. „Ich hab das Gefühl, ich bin das Krippenspiel und ihr seid alle die Eltern“, fasste Luke Mockridge noch zuvor auf der Bühne seine Empfindung in Worte.

Nach Celle in die CD-Kaserne komme er auch nach seinem Auftritt wieder gerne. Obwohl die Halle so klein und intim sei, habe er dennoch „Konzertfeeling“. „Es hat etwas von einem Rockkonzert. Schön, dass die CD-Kaserne beides kann“, freut sich der Comedian. In über 20 Preview-Shows tourt er nun durch Deutschland, ehe dann Mitte April die „richtige“ Tour "Welcome to Luckyland" startet. „Ich kann am Schreibtisch nicht witzig sein“, erklärt Mockridge den Grund für die Previews. Das Adrenalin, das auf der Bühne plötzlich durch den Körper strömt, forme die Worte. „Das ist der Moment, wo aus Papier Magie wird.“

Zwischen den „Ausprobier-Shows“ wie in der CD-Kaserne, wo der Comedian sein Programm entwickelt und daran feilt, und den „Arenen-Shows“ liegen allerdings Welten. Während man in der Arena eine fertige Show mit abgestimmten Lichteffekten sieht, sind die Ausprobier-Shows unperfekter, Luke „ist nicht ganz so perfekt“, so der 29-Jährige über sich. „Heute Abend war es total wie Jazz.“ „Arenen-Shows“ seien insofern perfekt, als dass es ein Fangnetz gebe. Alle Gags wurden zuvor getestet. In den Previews wie in Celle sei hingegen das Risiko zu fallen, deutlich größer. „Ich freue mich viel auszuprobieren und scheitern zu dürfen. Wenn in der Arena von 10.000 Leuten 6000 nicht lachen, lachen immer noch 4000.“ Wenn in einer Halle mit knapp 300 Zuschauern allerdings über 120 Leute nicht lachen, merke man das schon. „Es gibt sehr beliebige Kunst, die jedem gefällt und dann darf Kunst auch mal herausfordern."

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