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Celle Stadt "Lust auf Celle" stärken
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Lust auf Celle" stärken
15:17 10.08.2016
Von Michael Ende
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Celle Stadt

Um Celle als lebenswerte Einkaufsstadt zu erhalten und auszubauen, brauche es Aktivitäten der Politik auf mehreren Ebenen, sagt SPD-Kandidat Michael-Niklas Rühe. Das innenstadtnahe Wohnen, wie es etwa mit den Plänen zur Bebauung der Allerinsel ermöglicht werde, führe zu steigender Kaufkraft in der Innenstadt. Eine gute Anbindung an den Großraum Hannover führe zu einer weiteren Belebung der Altstadt durch Gäste aus Hannover: „Eine Kooperation aller Beteiligten, die mit dem Konzept der sogenannten Business Improvement Districts (BID) verstärkt wird, schafft Chancen, um die Leerstände der Innenstadt zu verringern und ein attraktives Einkaufserlebnis zu schaffen. Dabei muss der Mix aus sogenannten Magneten wie Saturn und H&M und individuellen, kleinen Geschäften stimmen.“

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Celle habe eine „interessante Innenstadt“ – „trotzdem dürfen wir uns nicht auf dem Erreichtem ausruhen, sondern müssen immer wieder in Frage stellen und neue Wege suchen“, sagt Hans-Werner Schmidtmann (CDU): „Wir müssen schneller und besser sein als die Städte, die mit uns konkurrieren.“ Beim Thema Aufenthaltsqualität sei auch die Stadt gefordert: „Es war falsch, die Bepflanzung zu entfernen, hier muss schnell wieder umgedacht werden. Auch Sitzmöglichkeiten müssen ergänzt und neu angeschafft werden.“ Bei der Einbeziehung von Innenhöfen müsse die Stadt die Initiative ergreifen: „Dort liegt sehr viel Potential.“

Die Stadt solle Hauseigentümern und Einzelhändlern „aktiv und gestaltend ermöglichen“, Ladenflächen über Grundstücksgrenzen hinweg zu schaffen, fordert Andreas Mercier (FDP): „Das Parken in der Innenstadt sollte für die erste Stunde kostenfrei sein, um so lokalen Einzelhandel gegenüber dem Internetmarkt zu stärken und die Attraktivität der Innenstadt insgesamt zu erhöhen.“

Es gelte, die „Lust, Celle zu erleben“ zu verstärken, meint Bernd Zobel (Grüne): „Ein Schritt liegt in der weiteren Ansiedlung inhabergeführten Facheinzelhandels. Auch die Öffnung von Hinterhöfen als Orte mit gastronomischen und kunsthandwerklichen Angeboten führt zur Attraktivitätssteigerung.“ Wichtig sei es für den Handel, sich aktuellen Trends wie Internetplattformen nicht zu verschließen sowie die Service-Leistungen für die Kunden zu steigern.“

Es sei ein Irrtum zu glauben, ein H&M-Markt „wie in jeder x-beliebigen Stadt“ mache Celle als Einkaufsstadt attraktiver, sagt Dirk Gerlach von der „Partei“: „Lokale Einzelproduzenten wie Handwerker oder Kunstschaffende würden der Innenstadt insbesondere auch touristisch weitaus mehr auf die Beine helfen als ein Subway, ein C&A oder eine Douglas-Filiale.“

Die WG fordert „Highlights eines Allwettereinkauferlebnisses“ durch die Überdachung der Rabengasse, Piltzergasse und Prinzengasse als Verbindung der Bergstraße zu Brandplatz und Schuhstraße über eine weiteres Parkangebot durch ein Parkhaus im Bereich OLG/Mühlenstraße, die Einrichtung eines „Innenstadtquartiers vergleichbar den Hackeschen Höfen in Berlin“ bis hin zum Einsetzen eines „Kümmerers“, der als Verbindungsglied zwischen Eigentümern und Stadt fungieren soll.

„Wenn die Attraktivität der Altstadt erhalten bleiben soll, muss es gelingen, ein händler- und investorenfreundlicheres Klima zu schaffen. Die Grünflächen und Bepflanzungen müssen ansprechend sein und gepflegt werden“, so AfD-Kandidat Frank Pillibeit.

„Ein Weg wäre aus unserer Sicht, Plätze dergestalt zu beleben, dass sie nicht ausschließlich auf Konsum ausgerichtet sind, sondern Raum für Begegnung und Kreativität bieten“, sagt Oliver Müller (BSG): „Beispiel: Auf dem Brandplatz würde sich in den Sommermonaten ein öffentliches Klavier gut machen, wie es sie unter dem Motto „Play me, I‘m Yours“ in anderen Städten gibt.“