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Celle Stadt Gewebespenden im AKH kommen 30 Patienten zugute
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Gewebespenden im AKH kommen 30 Patienten zugute
12:10 13.09.2019
Von Andreas Ziesemer
Hornhauttransplantation nach der Prozessierung Quelle: 093063088210
Celle

Wer nach seinem Tod schwerkranken Menschen helfen möchte, kann Gewebe spenden – fortan auch im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Celle. Denn dort realisieren bereits seit Anfang des Jahres vier Koordinatoren der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) die post-mortale Spende von Augenhornhäuten.

30 Patienten mit Hornhauttransplantat versorgt

Die DGFG konnte in diesem Jahr bereits 33 Gewebespenden im Celler Klinikum realisieren und dadurch 30 Menschen mit einem Hornhauttransplantat versorgen. Im Gegensatz zur Organspende, die an den unumkehrbaren Hirnfunktionsausfall (Hirntod) gebunden ist, ist eine Gewebespende auch nach Herz-Kreislauf-Versterben möglich – im Falle der Augenhornhautspende bis zu 72 Stunden nach dem Tod. Das AKH Celle setzt sich durch die Kooperation mit der DGFG für eine verbesserte, zeitnahe Versorgung der Patienten in Deutschland mit Gewebetransplantaten ein.

Gewebespende ist für viele Patienten ein Neuanfang

„Im Rahmen der Kooperation mit dem AKH Celle kümmern wir uns um den gesamten Ablauf der Gewebespende – von der Prüfung der gemeldeten Verstorbenen auf Spendereignung, der Abklärung der Bereitschaft zur Gewebespende sowie der Aufklärung der Angehörigen bis hin zur Entnahme der Gewebe“, sagt Martin Börgel, Geschäftsführer der DGFG. „Die Gewebespende ist für viele Patienten, die auf ein Transplantat angewiesen sind, ein Neuanfang. Diesen möchten wir gemeinsam mit der DGFG noch mehr Patienten ermöglichen“, fasst der AKH-Vorstandsvorsitzende Martin Windmann zusammen.

Entscheidung zu Lebzeiten treffen

Eine Hornhauttransplantation bewahrt Patienten vor der Erblindung. „Wichtig ist, dass Menschen möglichst schon zu Lebzeiten eine Entscheidung für oder gegen eine Gewebespende treffen“, sagt Börgel. Die Aufklärung der Angehörigen übernehmen im AKH Celle das Hannoveraner Koordinatoren-Team. „Wir informieren die Angehörigen sensibel über die Möglichkeit einer Gewebespende. Ist der Wille des Verstorbenen bekannt, erleichtert das die Angehörigen in der Entscheidungsfindung“, sagt Koordinator Patrick Kaufhold. Im Falle einer Einwilligung nimmt ein Arzt der DGFG in einem zweiten Gespräch Kontakt mit den Angehörigen auf, in dem noch offene Fragen geklärt werden können. Nach der Entnahme werden die Spenden in einer Gewebebank im Netzwerk der DGFG aufbereitet und über die zentrale Vermittlungsstelle der DGFG in Hannover anhand einer bundeseinheitlichen Warteliste an Patienten aus ganz Deutschland zur Transplantation abgegeben.

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