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Mehr Geld für Beschäftigte in Celler Fast-Food-Restaurants

12:35 03.08.2020
Von Jürgen Poestges
Branchenführer McDonalds betreibt im Kreis Celle zwei Fillialen.
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Celle

Ab Juli steigen die Verdienste der Beschäftigten in Fast-Food-Restaurants in mehreren Stufen bis zum Jahr 2024 um insgesamt 28 Prozent. Das teilte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit. „Mit dem Lohn-Plus macht die Systemgastronomie einen großen Schritt, um aus dem Niedriglohnsektor herauszukommen“, sagt Lena Melcher, Geschäftsführerin der NGG-Region Hannover. Der Branchenführer McDonald’s betreibt im Kreis Celle zwei Filialen.

McDonald’s betreibt zwei Filialen im Kreis Celle

Die Gewerkschaft rät den Beschäftigten, ihre Juli-Lohnabrechnung genau zu prüfen. „Ungelernte Kräfte, die seit einem Jahr beim selben Unternehmen arbeiten, haben jetzt Anspruch auf zehn Euro pro Stunde. Wer eine abgeschlossene Ausbildung hat, muss mindestens 12,81 Euro bekommen“, so Melcher. Auch Kurzarbeiter sollten genau hinschauen. Denn die Lohnerhöhung wirke sich auf das Kurzarbeitergeld aus, das in der Branche per Tarifvertrag auf 90 Prozent des Einkommens aufgestockt wird.

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Neuer Tarifvertrag für rund 120.000 Beschäftigte

„Zwar hat die Corona-Pandemie auch die Schnellrestaurants hart getroffen. Zumindest die großen Ketten konnten ihre Einbußen während des Shutdowns mit ihrem Drive-InGeschäft etwas abfedern“, erklärt Melcher. Die Gewerkschaft NGG und der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) hatten sich bereits Anfang März auf den neuen Tarifvertrag für bundesweit rund 120.000 Beschäftigte geeinigt. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist die Lohnerhöhung ein wichtiger Beitrag, um Fachleute zu halten und neues Personal zu gewinnen“, betont Melcher.

Zwischen 440 Euro und 560 Euro mehr für Vollzeitbeschäftigte

Bis zum Jahr 2024 steigt das Lohn-Minimum auf zwölf Euro pro Stunde. Das ergibt ein monatliches Plus von rund 440 Euro für Vollzeitbeschäftigte. Gelernte Kräfte kommen auf 15,36 Euro – 560 Euro mehr.

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