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Celle Stadt Projekt "Lese-Experten" gestartet
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Projekt "Lese-Experten" gestartet
17:42 27.09.2019
Von Svenja Gajek
Schülerinnen einer sechsten Klasse des KAV-Gymnasiums stellen neun der Bücher vor, die von der Bibliotheksgesellschaft Celle für die "Lese-Experten" ausgewählt wurden. Quelle: Svenja Gajek
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Celle

Susanne Fischer von der Arno-Schmidt-Stiftung ist überzeugt: "Das ist es, was Bücher können: In fremde Länder und Zeiten entführen." Zusammen mit Rainer Petzold, dem Vorsitzenden der Bibliotheksgesellschaft Celle, läutete die Autorin am Mittwochabend im Kreistagssaal das Projekt "Lese-Experten" ein. Die Arno-Schmidt-Stiftung ist eine der zehn Sponsoren. Begleitet wurde die Veranstaltung vom Salon-Orchester des Gymnasiums Ernestinum. Schirmherr Philipp Reemtsma nahm aus gesundheitlichen Gründen nicht teil.

Das Projekt "Lese-Experten" soll Schülern und Bibliotheken helfen

Petzold führte den etwa 50 Zuschauern den schlimmen Zustand der Lesekompetenz von Kindern heutzutage vor Augen: Ein Fünftel aller Grundschulabsolventen zeige deutliche Schwächen beim Lesen. Die internationale Grundschul-Lese-Untersuchung hat festgestellt, dass Deutschland im Vergleich der Lesefähigkeit von Viertklässlern seit dem Jahr 2001 deutlich abgerutscht ist. Das Projekt der Bibliotheksgesellschaft soll sowohl die Begeisterung der Kinder für Bücher wecken als auch den Bibliotheken junge Leser auf Dauer zuführen.

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So funktionieren die "Lese-Experten"

"Lese-Experten" dürfen alle Schüler der fünften und sechsten Klassen aus der Stadt und dem Landkreis Celle werden. Dazu müssen sie sich zunächst in einer Bibliothek anmelden. Aus 30 Büchern wählen die Kinder mindestens fünf aus, die sie bis April 2020 durchlesen. Zu jedem Buch beantworten sie Quiz-Fragen bei dem elektronischen Leseförderungsprogramm "Antolin". Unter allen erfolgreichen Lesern werden Sachpreise und Gutscheine verlost. Zum Abschluss findet ein "Lese-Experten" Fest statt, bei dem die Preisträger geehrt werden.

"Niemand liest das gleiche Buch"

"Lesen macht Spaß", betont Fischer. "Mir ist nie langweilig, wenn ich mit dem Zug fahre." Den Unterschied zwischen Büchern und Filmen sowie Videospielen sieht sie in der Art, wie das Medium erlebt wird: "Bücher werden durch den Leser individuell. Niemand liest das gleiche Buch." Schülern, die das Lesen als anstrengend empfinden, entgegnet sie: "Manchmal muss man ein bisschen arbeiten, bis etwas Spaß macht." Bücher hätten zudem die Kraft, einen Menschen sein Leben lang zu prägen. So sei Jules Vernes "Reise zum Mittelpunkt der Erde" ein besonderes Buch für den Schriftsteller Arno Schmidt gewesen.

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