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Celle Stadt „Mein Leben als Ich“: Uli Masuth bringt’s auf den Punkt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Mein Leben als Ich“: Uli Masuth bringt’s auf den Punkt
21:53 04.03.2018
Uli Masuth beim Auftritt in „Kunst & Bühne“. Quelle: Birgit Stephani
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Überhaupt, die Gema. Das ist so ein Thema für sich, und wichtig sei, ob es sich um U-oder E-Musik handele. An diesem Abend handelt es sich natürlich um E-Musik, denn die bringe Gema-technisch mehr Geld. So zieht sich dieses Thema auch durch den gesamten Abend. Eine Besucherin wird daher von Masuth beauftragt, genau zu protokollieren, wann er wie lange auf dem Klavier gespielt hat.

Doch wer ist dieser Uli Masuth überhaupt und was genau macht er da auf der Bühne? Ganz vereinfacht kann man sagen, er redet über sich, heißt doch sein Programm auch „Mein Leben als Ich“. Das einzige Problem daran: Er ist nach eigener Aussage eher der kollektive Typ. Gerne würde er nur von sich erzählen, jedoch schaffe er es nicht, sein eigenes Leben von dem der anderen abzukoppeln. Und so kommt es, wie es kommen muss, und es kommt, was man von einem „Kabarett-Abend mit Musik, aber ohne Gesang, dafür aber politisch“ erwartet: Masuth zieht gekonnt den Bogen von Kanzlerin Merkel über Christian Lindner zur Partnerwahl allgemein bis hin zum Thermomix und Gerhard „Ich kann von Natur aus keine grauen Haare bekommen“ Schröder. Unverschont bleibt natürlich auch nicht Donald Trump. Wer hat sich überhaupt einmal Gedanken darüber gemacht, dass sich der Niedergang großer Imperien durch das Tragen von Perücken angekündigt hat? Und wer zweifelt an, dass das Haarteil nicht weit von der Perücke entfernt ist?

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Masuth stellt sich und dem Publikum in seinem Programm die wirklich wichtigen Fragen des Lebens. „Wo soll die eigene Reise hingehen?“. Sein Humor: oft rabenschwarz, der aber auch die Schwächen des Gutmenschentums bloßlegt und nach eigener Aussage auch gewaltig gegen den Strich bürsten kann. Masuth brachte es in Celle in einem rund zweistündigen Programm auf den Punkt.

Von Birgit Stephani