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Melde-App gegen wilde Müllkippen im Landkreis Celle gefordert

11:11 08.06.2020
Von Oliver Gatz
Immer wieder wird Müll wie alte Autoreifen illegal in Wald und Flur entsorgt. Die Fraktion WG/Die Partei will dagegen vorgehen und fordert eine Melde-App. Quelle: David Borghoff (Archiv)
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Celle

Manche Menschen scheren sich im wahrsten Sinne des Wortes einen Dreck um die Umwelt. Sie nutzen Wald und Flur als persönliche Müllkippe. Die Fraktion WG/Die Partei im Celler Stadtrat will gegensteuern. Zur Eindämmung illegaler Müllablagerungen im öffentlichen Raum fordert sie eine Melde-App für die Bürger. Celle sollte sich ein Beispiel an Hannover nehmen, wo solche Vergehen via Handy gemeldet werden könne, heißt es in dem Antrag.

Immer mehr illegal entsorgter Müll im Kreis Celle

„Das Problem wilder Müllablagerungen hat sich gerade in der Coronakrise noch verschärft“, begründen Torsten Schoeps, Alexandra Martin (beide WG) und Dirk Gerlach (Die Partei) ihren Vorstoß. „Die Menge an illegalem Müll steigt seit Jahren.“

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Müllverursacher wirksamer ausfindig machen

Ergänzend zu den bisherigen Möglichkeiten sollte eine zeitgemäße digitale Meldeoption geschaffen werden, heißt es weiter in dem Antrag. Diese würde nach Ansicht der Fraktion dafür sorgen, dass die Ermittlung der Verursacher und die Beseitigung wilden Mülls erfolgreicher, schneller und effektiver erfolgen kann.

Müll melden bereits möglich

Die Reaktion aus dem Neuen Rathaus kam prompt: Ein solches Angebot für die Bürger gibt es schon längst.

Mit der Rubrik „Schreib's uns einfach“ auf der Startseite der städtischen Homepage könnten wilde Müllablagerungen und noch vieles mehr ganz einfach online gemeldet werden, teilte die städtische Pressesprecherin Myriam Meißner mit. Beim Anklicken der Rubrik lasse sich schnell die mobile Variante öffnen. Neben den Infos zu „was und wie“ könne sogar der direkte Standort auf der Karte markiert werden.

Mobile Variante verfügbar

"So kommen seit jeher die Infos ins Rathaus. Denn viele Bürger nutzen mittlerweile lieber die mobile Variante, als das Telefon", erläuterte Meißner. Um die Probleme kümmere sich dann die Beschwerdestelle. Man freue sich, dass die Ratsmitglieder das Bemühen der Verwaltung scheinbar zu schätzen wissen, so die Sprecherin. "Auch wenn sie unser jahrelanges, erfolgreiches Beschwerdemanagement wohl ein wenig aus den Augen verloren haben."

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