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Celle Stadt Trotz Behinderung meistern sie ihr Leben
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Trotz Behinderung meistern sie ihr Leben
15:52 21.12.2018
Mit diesem Logo wirbt die CZ seit vielen Jahren um Spenden für in Not geratenen Menschen im Celler Land. Quelle: cz
Celle

CELLE. Es ist ein anrührendes Bild. Dörte Wagner (Namen wurden von der Redaktion verändert) hat sich nach dem Essen zu einem Mittagsschläfchen ins Schlafzimmer verzogen, neben ihr schlummert ihr drei Monate alter Sohn. In der Küche ist Ehemann Sven gerade beim Abwasch. Am Küchentisch malt die fünfjährige Katrin bunte Bilder und versieht sie mit ihrem Namen – die einzigen Buchstaben, die sie schon kennt: „Ich bin ja schon Vorschulkind!“

Supertolle Wunschkinder erfreuen die Eltern

Die Wagners sind eine glückliche Familie – so wie es sich die Eltern mit zwei „supertollen Wunschkindern“ immer vorgestellt haben. Dennoch war und ist es ein harter Weg, den die beiden eingeschlagen haben. Dörte (31) und Sven (32) sind beide körperlich leicht behindert. Beide arbeiten für und in einer sozialen Einrichtung – dort haben sie sich vor acht Jahren auch kennengelernt. „Wir wussten sofort, dass wir uns mögen“, berichtet der Familienvater. „Wir beide kommen aus ziemlich zerrütteten Familienverhältnissen und träumten von einer intakten, harmonischen eigenen Familie – als Außenseiter in einer so nach Perfektion ausgerichteten Gesellschaft schien dies allerdings kaum realisierbar.“

Erstes Kind kommt völlig gesund auf die Welt

Als Sven nach knapp zwei Jahren endlich den Mut fand und seiner Dörte einen Antrag machte, konnte er sein Glück kaum fassen, als sie Ja sagte. Das Glück wurde perfekt, als Katrin auf die Welt kam – „völlig gesund“. Auch fünf Jahre später ist die Kleine ein aufgewecktes Mädchen, das stolz darauf ist, bald in die Schule gehen zu dürfen.

Mutter und Vater sind sehr genügsam

Beide Elternteile verdienen nicht viel und sind sehr genügsam. Erst vier Jahre später klappte es mit Wunschkind Nummer zwei. Leider lief es nicht so unproblematisch wie beim ersten Mal. Mit Schrecken erinnert sich der 32-Jährige an die zweite Schwangerschaft seiner Frau: Schmerzen, Blutungen, Schwangerschaftsvergiftung. Die werdende Mutter musste öfter ins Krankenhaus, schließlich wurde die Geburt aus medizinischen Gründen früh eingeleitet. Der Sohn kam schließlich gesund, allerdings noch ziemlich klein auf die Welt. Die Mutter wurde anschließend notoperiert.

Mutter ist nach zweiter Geburt geschwächt

Dörte Wagner ist immer noch sehr geschwächt und darf sich nicht überanstrengen. Weitere Kinder wird es für sie, beziehungsweise für die beiden nicht mehr geben. Um seine Familie so unterstützen zu können, wie es momentan notwendig ist, hat sich der Familienvater „Elternzeit“ bewilligt bekommen. Jetzt ist er vor allem für Katrin da und übernimmt die meiste Arbeit im Haushalt, bis Dörte „wieder ganz auf dem Damm ist“. Finanziell bedeutet das für die beiden allerdings so starke Einbußen, dass für bestimmte, aber notwendige Anschaffungen – etwa neue Winterstiefel und Winterkleidung für Katrin und eine neue Matratze für das geschenkte größere Kinderbett – kein Geld da ist. Auch wegen der Zusatz-Ausgaben rund um die Einschulung im Sommer machen sich die Eltern schon Sorgen… „Jetzt freuen wir uns aber einfach auf unser erstes Weihnachtsfest zu viert – traditionell mit Kartoffelsalat und Würstchen.“

Von Doris Hennies

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