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Celle Stadt Mittelalterlicher Schwertkampf und biertrinkende Einhörner
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mittelalterlicher Schwertkampf und biertrinkende Einhörner
14:07 19.01.2018
Von Jürgen Poestges
Irene Möllendorf (links) und Kerstin Linneweh sichern sich ein Autogramm von Bernhard Hennen. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Bernhard Hennen warnte seine Zuhörer schon einmal vor: „Ich bin ein sehr lesefauler Autor. Mir ist das Gespräch mit den Lesern lieber. Wenn ich die Fragerunde eröffne und drei Minuten lang sagt niemand etwas, dann hab ich verstanden. Dann les ich einfach weiter.“ Allerdings musste sich der 51-jährige Fantasy-Bestseller-Autor, der am Donnerstag in der Buchhandlung Decius seinen neuen Roman „Die Chroniken von Azhur – Der Verfluchte“ vorstellte, darum keine Sorgen machen. Vielmehr kam er eigentlich nur zu Beginn zum Lesen von zwei kurzen Auszügen aus dem mit 70 Seiten ungewöhnlichen langen Prolog. Die übrige Zeit wurde er von den rund 40 Fantasy-Fans mit Fragen gelöchert.

Auf diese Weise erfuhren sie sehr viel über das Verlagswesen an sich und die Arbeitsweise Hennens im speziellen. Er hat beispielsweise eine mittelalterliche Fechtausbildung absolviert. „Deshalb weiß ich, wovon ich rede, wenn ich von einem Schwertkampf schreibe. Es ist immer hart und blutig.“

Eine Schreibblockade habe er „Gott sei Dank“ noch nie gehabt. „Es dreht sich bei mir immer eher um die Formulierungen. Ich weiß, was ich schreiben will, aber mir fehlen die richtigen, die schönen Worte, um es auch auszudrücken.“

Hennen erzählte von Abgabeterminen, die er mehr oder weniger pünktlich einhält. „Man muss wissen: Den ersten Termin, den der Verlag einem nennt, den kann man ignorieren“, sagte er lachend. Viel mehr Diskussionen gebe es immer um die Cover der Bücher. „Ich hätte zum Beispiel jetzt beim aktuellen Buch gerne ein Wappen auf dem Titelbild gehabt. Ich konnte mich aber nur teilweise durchsetzen.“ Jetzt ziert ein Rabe vor einem dunkelblauen Hintergrund mit einer blutigen Träne im Auge das Cover. „Dabei kommt in dem Buch gar kein Rabe vor.“

Den zweiten Band der Reihe, der im September erscheinen soll, ziert ein Einhorn. „Das kommt wirklich im Buch vor“, so Hennen. „Allerdings ist es kein Kuschel-Einhorn. Lassen Sie sich überraschen.“ Und er verrät außerdem: „Eigentlich sollte das Einhorn auch Bier trinken, aber davon wollte der Verlag nichts wissen. Mal schauen, was ich jetzt mache. Von Rotwein haben sie nichts gesagt.“

Mit Standing Ovationen haben rund 1200 Zuhörer Max Raabe und sein Palast Orchester am Donnerstagabend in der Celler Congress Union am Ende des Konzertes verabschiedet. Die 13 Musiker boten eine äußerst gelungene Mischung aus neuen und alten Liedern. Die Moderationen des Sängers hatten Kabarett-Niveau.

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