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Celle Stadt Mobile Zukunft vor Christo-Kulisse
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mobile Zukunft vor Christo-Kulisse
15:12 09.09.2018
Stadtbaurat Ulrich Kinder testete das neue Lastenfahrrad: "Das fährt erstaunlich leicht, nur der Ständer muss noch optimiert werden." Quelle: Anke Schlicht
Celle

„Dies ist eine Weiterentwicklung des Fahrradaktionstages“, sagt Stadtbaurat Ulrich Kinder auf dem Schlossvorplatz. Für die Touristen ist die Verhüllung des Schlosses zwar bedauerlich, aber als Kulisse für „Celle Mobil: Für Lebensqualität und Klimaschutz“, wie die kleine Fahrzeugmesse zum Mitmachen nun heißt, taugen die weißen Planen besser als Barockanstrich, denn es geht um Zukunft.

„City-Logistik“, nennt Kinder als Oberbegriff für zahlreiche Stände, die zum Informieren und Ausprobieren einladen und fügt hinzu: „Es geht darum, dass es in der engeren Stadt möglichst emissionsfrei zugeht.“ Das neue „Celler Lastenrad“ trägt zweifelsfrei dazu bei. „Wir haben uns das in Hannover abgeguckt, dort gibt es 23 dieser Räder“, erläutert Claus Stahl vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC).

Auch dieses neue Gefährt ist für Heinrich Hartmann nicht unbekannt. Er hat sich bereits intensiv mit dem Thema Mobilität der Zukunft auseinandergesetzt. „Umweltschutz, Treibstoff, Ressourcen sind in diesem Zusammenhang ein großes Thema“, sagt der Klein Hehlener, der in der City nur mit dem Fahrrad unterwegs ist. „Da bin ich doch viel schneller als mit dem Auto.“ Was müsste sich aus seiner Sicht an der „Fahrradstadt Celle“ verbessern? „Natürlich ist sie noch ausbaufähig, aber insgesamt ist die nötige Struktur für diese Art der Fortbewegung schon ganz gut.“

Nach Meinung der Mitglieder des ADFC mangelt es an Stellflächen für Drahtesel. „Einen Platz für mein Auto habe ich vor dem Haus, aber nicht für mein Fahrrad“, erläutert Hans Lilie vom Radhof der Kreuzkirche. Um zu veranschaulichen, haben sie einen Parkplatz für einen Audi Q5 nachgezeichnet, hinein passen acht Zweiräder.

Der frühere Fahrradaktionstag hat sich thematisch erweitert, aber wirklich zufrieden ist der ADFC Celle nicht. „Es kamen zwischenzeitlich Überlegungen auf, im nächsten Jahr wieder auf den Großen Plan zu gehen, wir haben hier einfach keine Laufkundschaft“, beklagt Claus Stahl. Michael Ritz pflichtet ihm bei. Der Anbieter von Elektro-Motorrädern, Rollern und Quads hat die beste Parzelle direkt am Eingang des Schlossparkes hinter der Brücke ergattert, aber auch er ist nicht zufrieden: „Es sind einfach zu wenige Leute hier.“ Zweiräder mit Strom anzutreiben, hält er für zukunftsfähig: „Manche meiner Modelle sind günstiger als ein E-Bike.“ Beim PKW hat er hingegen seine Zweifel. Eine Ansicht, die Mizgin Kizilyel teilt: „Umweltbewusstsein darf nicht durch das Zahlen höherer Preise bestraft werden“, sagt er. „Mich überzeugt das Angebot noch nicht, der Preis ist viel zu hoch und die Reichweite noch zu gering“, merkt Kizilyel kritisch an, weist hinsichtlich des allem übergeordneten Ziels der Veranstaltung jedoch auf einen grundsätzlichen Aspekt hin: „Umweltschutz muss gesellschaftlich in den Vordergrund gerückt werden.“

Von Anke Schlicht

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