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Celle Stadt Mini-Schloss mit Liebe zum Detail
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mini-Schloss mit Liebe zum Detail
15:27 15.02.2019
Von Marie Nehrenberg
Es sieht täuschend echt aus: Fast zwei Jahre lang hat der Modellbauer daran gearbeitet. Quelle: Wilhelm Peters
Celle

1680 Stunden Arbeit liegen hinter Wilhelm Peters aus Salzgitter. Er ist Modellbauer aus Leidenschaft und hat in den vergangenen zwei Jahren eine täuschend echte Miniaturausgabe des Celler Schlosses gebaut. „Durch den Baustil und die einzigartige Optik ist es etwas ganz Besonderes“, findet er.

Material muss authentisch sein

Winzige rote Dachziegel, maßstabsgetreue Fenster und ein mühevoll gepflasterter Innenhof: Je länger man das aus sechs Millimeter dickem Sperrholz gefertigte Kunstwerk ansieht, desto mehr Details fallen auf. Am Eingang ist sogar ein kleines Wappen zu erkennen. Alles sieht täuschend echt aus. Kein Wunder, schließlich erzählen die einzelnen Bauteile mitunter ganz eigene Geschichten. Um das Dach so authentisch wie möglich nachzubauen, hat der 72-Jährige vorab alte, über 100 Jahre alte Ziegel aus gebranntem Ton besorgt. Anschließend hat er diese zu Pulver zermahlen und damit das Schlossdach nach und nach beschichtet. Bis es so weit war und er solche Ideen hatte und umsetzen konnte, vergingen einige schlaflose Nächte. „Ich lag oft wach und habe nachgedacht: Wie mach' ich das? Wo bekomme ich das her? Nach so einer unruhigen Nacht lauf' ich dann immer ganz schnell in den Keller, um umzusetzen, was mir so in den Sinn kam“, erzählt Peters lachend. An manchen Tagen verbringt der Hobbybastler über acht Stunden im Keller und widmet sich seinen Projekten. Er braucht diese sinnvolle Beschäftigung. „Ich war bereits zweimal sehr krank. Meine Modelle haben mich dann abgelenkt und mir geholfen, die schwere Zeit durchzustehen.“

Ausstellung in Celle? Warum nicht!

Nun liegen fast zwei Jahre Bauzeit hinter ihm. Die Pläne für das Celler Schloss bekam er vom Bauamt. Zuvor standen ausgiebige Besichtigungstouren auf der Tagesordnung. „Meine Frau Margit und ich sind einige Male mit dem Zug nach Celle gefahren, haben das Schloss genau unter die Lupe genommen und die Altstadt besichtigt“, erinnert sich der ehemalige Energieanlagenelektroniker. „Als ich das Welfenschloss das erste Mal sah, war für mich klar, dass ich davon eines Tages ein Modell bauen werde.“ Erfahrung hat Peters reichlich. Er baute bereits Nachbildungen der Schlösser Wolfenbüttel und Oelber und als absoluten Höhepunkt der Marienburg. Sein neuestes Meisterwerk würde er gerne auch außerhalb der eigenen vier Wände zeigen. „Wer weiß, vielleicht kann ich es ja irgendwann in Celle ausstellen, ich würde mich freuen.“

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