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Celle Stadt Gefahrenstellen optimieren
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Gefahrenstellen optimieren
14:48 18.01.2019
Von Gunther Meinrenken
Beim Rückwärtsfahren müssen die Mitarbeiter des Abfallzweckverbandes besondere Vorsicht walten lassen.
Celle

Jetzt geht es ins Detail. Beim Celler Abfallzweckverband sind die ersten 50 von insgesamt 913 Datensätzen über die Straßenabschnitte, in denen die Fahrer der Müllfahrzeuge den Rückwärtsgang einlegen müssen, eingetroffen. "Jetzt schauen wir uns jede dieser Gefährungsbeurteilungen noch einmal genau an, um Lösungen dafür zu finden, die Situation vor Ort zu entschärfen", erklärt Tobias Woeste, Geschäftsführer des Celler Entsorgungsbetriebes. Die Problematik ist sehr aufwändig. Bis Ende des Jahres, so hofft Woeste, soll das Thema, das den Abfallzweckverband dann zweieinhalb Jahre beschäftigt hätte, erledigt sein.

Hoher Aufwand lohnt sich

Hintergrund der Aktivitäten sind neue Regelungen, die die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, der Unfallversicherungsträger der Kommunen, im Oktober 2016 erlassen hatte. Demnach soll das Rückwärtsfahren möglichst vermieden werden. Woeste weiß, was das bedeutet. Würde ein schwerer Unfall geschehen, bei dem sogar noch eine Person zu Schaden kommt, müsste der Abfallzweckverband nachweisen, alles getan zu haben, um das Gefahrenpotenzial vor Ort zu minimieren. "Deshalb betreiben wir jetzt einen so hohen Aufwand. Aber wenn dadurch Unfälle vermieden werden, hätte es sich gelohnt", so Woeste.

Spezialbüro beauftragt

Im August 2017 hatte der Abfallzweckverband 510 Straßen erfasst, in denen die Müllfahrzeuge rückwärts in die Straßen fahren müssen, weil es zu eng ist zum Wenden. Anschließend wurde ein Spezialbüro, das auch schon für andere Kommunen die Problematik untersucht hat, beauftragt, sich die Örtlichkeiten genauer anzuschauen. "Mit Karten und Luftbildern wurde jede einzelne Straße untersucht. Zwei Wochen lang haben Mitarbeiter des Büros dann direkt vor Ort die Stellen unter die Lupe genommen, bei denen sie so nicht weiterkamen", berichtet Konrad Heemskerk, Leiter Betriebe beim Abfallzweckverband.

Erste Gefahren-Beurteilungen eingetroffen

Herausgekommen sind dabei die 913 Datensätze, von denen nun die ersten 50 bei Woeste eingetroffen sind. Auf jedem Bogen wird das Gefährdungspotenzial erfasst. Je nachdem, wie breit die Straße oder wie lang die Strecke des Rückwärtsfahrens ist, oder auch, ob es Sichtbehinderungen gibt oder Kindergärten, Altenheime oder Schulen in der Nähe liegen, werden Punkte verteilt, aus denen sich die Gefährdungsbewertung zusammensetzt. Am Ende gibt es Vorschläge, die Situation zu optimieren.

Sammelstellen nicht zu vermeiden

"Von diesen 50 Stellen können wir etwa 41 weiterhin auch rückwärts anfahren, wenn unser Personal noch einmal entsprechend geschult wird", so Heemskerk. Dreimal würden Parkverbote ausreichen, einmal müsste eine Sammelstelle eingerichtet und in fünf Fällen baulich etwas verändert werden. Hochgerechnet bedeutet dies, das der Abfallzweckverband an etwa 180 Stellen aktiv werden müsste.

Bauliche Veränderungen notwendig

Für die baulichen Veränderungen müsste die Stadt das Geld geben, sollten Sammelstellen notwendig werden, will Woeste im Vorfeld mit den Anwohnern sprechen. "Vor einem Jahr haben wir im Sassengarten im Hehlentor bereits einen Sammelplatz eingerichtet. Die Tonnen müssen nun bis zum Kreuzgarten geschoben werden. Das haben wir im Vorfeld mit den Anwohnern abgesprochen. Das hat super geklappt", erzählt Woeste.

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