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Celle Stadt Berufliches Gymnasium will mehr Frauenpower
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Berufliches Gymnasium will mehr Frauenpower
08:30 17.01.2019
Von Dagny Siebke
Neue Oberstufenprofile an den BBS II: Neben dem altbewährten Schwerpunkt Bautechnik können die Schüler nun auch Mechatronik oder Gestaltungs- und Medientechnik wählen. Die praktische Ausbildung findet in den Schul-Werkstätten statt. Dort gibt es auch eine Offset-Druckmaschine. Quelle: Dagny Siebke
Celle

Im Schnitt gehen etwa drei oder vier Mädchen in eine Klasse des Beruflichen Gymnasiums Technik. Doch die Schulleitung hofft, dass es im neuen Schuljahr deutlich mehr werden. Denn dann bietet die Axel-Bruns-Schule neben dem altbewährten Schwerpunkt Bautechnik nun auch Mechatronik oder Gestaltungs- und Medientechnik zur Wahl an.

Koordinator René Reimold sagt: „Wir sehen bei den neuen Schwerpunkten ein riesiges Potenzial. 60 unserer Schüler hätten Gestaltungs- und Medientechnik und 50 hätten Mechatronik gewählt, wenn sie bereits die Möglichkeit dazu gehabt hätten.“ Pro Jahrgang gibt es an den Berufsbildenden Schulen II zwei Klassen. Mit den neuen Oberstufenprofilen sollen es wieder drei Klassen werden.

Printmedien, Videos und Designobjekte erstellen

Beim Schwerpunkt Gestaltungs- und Medientechnik werden sich die Lernenden mit der Planung und Erstellung von Printmedien, Videoprodukten oder Designobjekten beschäftigen. Die Axel-Bruns-Schule möchte mit diesem neuen Schwerpunkt besonders Mädchen für technische Berufe begeistern und sie im Spannungsfeld von Kreativität und Technik hoch qualifizieren und auf mögliche Führungsrollen in technischen Berufen vorbereiten.

Emma geht in die elfte Klasse und erzählt: „Ich bin noch relativ neu hier und noch in der Findungsphase. Jeweils zehn Wochen können wir in die drei Schwerpunkte hineinschauen und dann ein Profil wählen. Erst habe ich Elektrotechnik gewählt, aber jetzt finde ich Metalltechnik auch ganz interessant. Es ist mega spannend im Theorieteil ein Modell zu zeichnen und dieses dann im Praxisteil tatsächlich auch verwirklichen zu können. Dieses Werk am Ende in der Hand halten zu können, ist ziemlich cool.“

Wenn der Schwerpunkt Gestaltungs- und Medientechnik schon eher angeboten worden wäre, hätte Emma ihn gewählt. „In der Realschule hatte ich viel Spaß, am Computer zu arbeiten. Aber ich hatte dort nicht die Möglichkeit, besser kennenzulernen, was man alles mit den Programmen machen kann.“

Mathe ist kein verpflichtendes Prüfungsfach mehr

Veränderungen gibt es auch für die Wahl der Prüfungsfachkombinationen. Für die neu beginnenden Klassen 11 ist Mathematik nicht mehr verpflichtendes Prüfungsfach. „Die Schüler können auch die Sprachkombination Deutsch und Englisch wählen“, erklärt Bildungsgruppenleiterin Melanie Sperlich. „Gerade im Bereich Gestaltungs- und Medientechnik müssen sich die Schüler fit in Fremdsprachen halten, um für international arbeitende Firmen in Celle interessant zu sein.“

Der Schwerpunkt Mechatronik verbindet Elektro- und Metalltechnik mit der Informatik. Es wird die Vernetzung aller Entwicklungs- und Produktionsprozesse der Industrie in den Fokus gerückt. So werden zum Beispiel komplexe mechanische Antriebe zum Einsatz gebracht, elektrotechnische Steuerungskomponenten geplant, Programme entwickelt und IT-Systeme vernetzt.

Mit Abitur stehen Jugendlichen alle Studiengänge offen

„Auch wenn die Schüler sich auf einen Schwerpunkt festlegen, sind sie nach dem Abitur nicht an diesen Bereich gebunden. Ihnen stehen damit auch alle anderen Studiengänge offen“, erläutert René Reimold.

Info-Abend im Februar

Ein Informationsabend des Beruflichen Gymnasiums Technik findet am Donnerstag, 7. Februar um 19.30 Uhr in der Aula der BBS II, Lönsweg 1, statt. Bewerbungsschluss ist am 20. Februar. Auf der Homepage unter www.bbs2celle.de sind die Aufnahmeanträge für das Schuljahr 2019/2020 zu finden.

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