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Celle Stadt Was Erwachsene aus Farbklecksen machen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Was Erwachsene aus Farbklecksen machen
15:20 03.04.2019
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Beim ersten Werkabend wurde gekleckst und gemischt. Quelle: Doris Hennies
Celle

„Ich möchte so ein Angebot auch“, hat so mancher Besucher des Kunstmuseums gedacht, als er die Werke aus den Mitmachaktionen für Kinder dort bestaunte. Auch Martin Engelhardt hat sich schon öfter gefragt: „Warum machen die das nicht für Erwachsene?“ Als ihm der aktuelle Programmflyer für das „Junge Gemüse“ in die Finger fiel, griff er zum Stift und machte aus dem kindlichen Strichmännchen einen älteren Herrn, formulierte Themenvorschläge und steckte das Ganze mit der Frage „Warum gibt’s das nicht für reifes Gemüse?“ in den Museums-Postkasten.

Neues Format für das "reife Gemüse"

Kaum einen Monat später ging das neue Format für das „reife Gemüse“ mit einem ersten Werkabend an den Start. „Ein Beweis, dass wir durchaus spontan sein können und auf Wünsche reagieren“, witzelte Julia Otto zur Begrüßung. Die stellvertretende Leiterin übernahm mit ihrer Kollegin Daphne Mattner zusammen die erste Runde „Produktive Unfälle – was aus Klecksen werden kann“.

Klecksen in der Kunst

Vor der Arbeit kam ein bisschen Theorie zum Aufwärmen: Eine Einführung in „Klecksologie“ und ein paar Hinweise auf mögliche Sichtweisen, Perspektiven und Wahrnehmungen von Klecksen in der Kunst (Anschauungsmaterial boten die Bilder im ersten Ausstellungsraum). Auf den Geschmack gebracht, erklommen die 16 Teilnehmern das Dachgeschoss, fanden dort Pipetten, Pinsel, Wasserfarben und Stifte und machten sich ans Werk.

Systematische und wilde "Künstler"

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ebenso wie sich bestimmte Eigenschaften des „Künstlers“ bemerkbar machten. Die Ordentlichen, Systematischen suchten geregelte Formen, die Wilden, Mutigen ließen es laufen und klatschten mit Schmackes ihre Farbe aufs Papier.

Fetter Dackel watschelt übers Blatt

Es wurde gekleckst und geklotzt, gemischt und verblasen. Für Ungeduldige lag vor dem nächsten Schritt der Föhn zum Trocknen bereit. Mit ein paar Fingertupfern Deckweiß entstanden Blütenzweige, ein paar kecke Striche und ein fetter Dackel watschelte übers Blatt. Abstrakt neben figürlich, Pastell neben plakativ … die Kommunikation darüber machte ebenso viel Spaß wie das Arbeiten selbst. Allgemeiner Tenor am Schluss: Wir kommen beim nächsten Mal wieder.

Die nächsten Termine für „Reifes Gemüse“ sind am 29. Mai und am 25. September. Sollte die Nachfrage steigen, könnte es noch mehr Termine geben.

Von Doris Hennies

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