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Celle Stadt "Niemand will AKH-Privatisierung"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Niemand will AKH-Privatisierung"
12:04 06.02.2019
Von Michael Ende
Optimistischer Blick in die Zukunft beim Jahresempfang: OB Jörg Nigge (links) und Landrat Klaus Wiswe.
Celle

Es gibt Aussagen, die klingen zunächst ganz eindeutig – und lassen doch vieles offen. Mit einem solchen Satz wartete Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU) auf, als er am Dienstagabend beim gemeinsamen Neujahrsempfang von Stadt und Landkreis Celle vor rund 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Rittersaal des Celler Schlosses sagte: "Niemand will eine AKH-Privatisierung."

Privatisierung letzte "Option"

Wenige Stunden zuvor hatten demonstrierende Mitarbeiter des finanziell angeschlagenen Celler Allgemeinen Krankenhauses (AKH) ihrer Zukunftsangst Ausdruck verliehen. Nigges nächste Sätze zeigten, dass der erste keine kategorische Absage an eine mögliche Privatisierung bedeutete: "Wir sollten in Ruhe darüber nachdenken, wie wir die Zukunft des AKH gestalten könnten. Dabei muss man an alles Mögliche denken dürfen." Auch an das, dem er im ersten Satz eine Absage erteilt habe, so Nigge: "Bevor wir das AKH schließen müssten, wäre eine Privatisierung eine Option." Für Ruhe in der Klinik-Mitarbeiterschaft dürfte diese Aussage kaum sorgen.

"Wohnraum-Offensive"

Einen "Riesen-Nachholbedarf" gebe es bei der Schaffung von Wohnraum, betonte Nigge: "Ich freue mich, dass wir hier mit der Ausweisung von Baugebieten zum Beispiel in Garßen und in Groß Hehlen vorankommen – und dass es uns gegen Widerstände gelungen ist, dass Menschen, die sich für die Allgemeinheit engagieren, bei der Vergebe von Grundstücken Bonus-Punkte erhalten." Davon könnten etwa Feuerwehrleute und Polizisten profitieren. Die Nachfrage sei riesengroß, so Nigge. "Wir haben 340 Interessenten auf der Liste."

Bewegung auf der Allerinsel

In privaten Bauprojekten würden in diesem Jahr an der Wehlstraße 40 und in der Heese 50 Wohneinheiten entstehen, sagte Nigge. Auch bei der Entwicklung der Allerinsel solle es Bewegung geben: "Nach vielem Hin und Her haben wir jetzt einen rechtsgültigen Bebauungsplan und können Ende April mit den Investoren die Kaufverträge unterschreiben." Er hoffe, dass möglichst noch zum Jahresende dort erste Arbeiten an Wohnbebauung beginnen könnten.

Sozialer Wohnungsbau

Die Stadt bereite sich darauf vor, in der leeren Kaserne an der Hohen Wende "die Dinge selbst in die Hand zu nehmen", berichtete Nigge. Dort sollen – vorausgesetzt, der Bund schaffe es nicht, bis zum Jahresende die Kaserne selbst einem Investor zu verkaufen – Wohnungen entstehen: "Dabei setze ich ich mich unter anderem für geförderten, sozialen Wohnungsbau ein" – auch wenn es in diesem Segment in Celle bereits ein gutes Angebot gebe.

"Sanierungs-Offensive"

In der Altstadt wolle er eine "Sanierungs-Offensive" einleiten, kündigte Nigge an. So solle das Haus "Goldene Sonne" an der Schuhstraße in Kürze verkauft werden. Mit diesem Fachwerkau wolle man ein Exempel statuieren: "Wer in der Innenstadt ebenfalls Häuser modernisieren will, soll sich im Rathaus melden. Und keine Angst: Wir schicken ihm nicht als erstes den Denkmalschutz ins Haus."

Schulen modernisieren

Als großes Thema für die Zukunft bezeichnete Nigge das Problem völlig veralteter Schulen: "Das müssen wir angehen. Es ist mir persönlich peinlich – ich schäme mich dafür, wie manche unserer Schulen aussehen." Hier gelte es, jetzt die Planungen für Schulerneuerungen anzuschieben, damit man damit im nächsten Jahr "richtig loslegen" könne.

Weihnachtsmarkt-Wettkampf

Den in diesem Jahr erstmals errungenen Titel „Best Christmas City“ wolle Celle verteidigen, so Nigge. Das "Weihnachtsstadt"-Konzept solle überarbeitet und verbessert werden: "Wir haben noch viel Potential."

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