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Celle Stadt Noch harte Gedo-Nüsse zu knacken
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Noch harte Gedo-Nüsse zu knacken
18:04 25.06.2010
Von Michael Ende
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Celle Stadt

„Vorsichtig optimistisch“ ist Celles Stadtbaurat Matthias Hardinghaus in Bezug darauf, dass die Planung für die Gedo-Altstadtgalerie alle noch vor ihr liegenden Hürden meistern wird. SPD-Ratsfraktionsgeschäftsführer Joachim Schulze ist da weitaus skeptischer: „Der Fragenkatalog bezüglich der völlig ungeklärten Verkehrssituation um das geplante Einkaufszentrum und das ebenfalls auf dem Feuerwehrgelände angedachte Parkhaus stellt sich nach der letzten Ausschusssitzung für Straßenbau und Verkehr noch verwirrender dar, als die ursprünglichen Vorlagen aus September 2009.“

Insbesondere die Auswirkungen des LKW-Anlieferungsverkehrs im Bereich des Centers seien „völlig ungeklärt“, so Schulze: „Da die Abwicklung des Verkehrs von zentraler Bedeutung für die Errichtung einer Einkaufsgalerie sein dürfte, fordert die SPD-Ratsfraktion eine überarbeitete und angepasste Vorlage eines Verkehrsgutachtens. Unter den jetzigen Voraussetzungen und dem Rat vorliegenden Informationen wäre ein positiver Beschluss nicht möglich und nicht zu verantworten.“

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●Droht dem Gedo Center der Verkehrs-K.O.? Hardinghaus teilt diese Befürchtung nicht: „Ich kann das Informationsbedürfnis der Politik nachvollziehen, und wir werden schnellstmöglich auf diesen Antrag der SPD reagieren.“ Allerdings nicht durch das erstellen eines völlig neuen Gutachtens: „Das würde den ganzen Zeitplan durcheinander bringen.“ Aus der Vielzahl der bereits angefertigten Gutachten wolle die Verwaltung nun eine nach einzelnen Sachthemen geordnete Zusammenfassung erarbeiten“, so Hardinghaus: „Die Politik soll Grundlagen erhalten, anhand derer sie entscheiden kann.“ Voraussichtlich im Juli werde das Papier fertig sein.

●„95-prozentig tolle Lösung“: Derzeitiger Stand der Center-Parkhausplanung sei, dass dort 600 Einstellplätze vorgesehen seien, so der Stadtbaurat: „Rund 730 muss der Investor nachweisen – das geht aber auch mit ergänzenden Plätzen an anderer Stelle.“ Den „Pessimismus“ in Verkehrsfragen teile er nicht: „Es muss jedem klar sein, dass wir in der Innenstadt agieren, und dass mehr Autos in die Stadt kommen werden — aber das ist von der Politik auch so gewollt.“ Man müsse einen Kompromiss finden: „Die Gutachten sagen, dass das möglich ist. Ich persönlich wäre auch bereit eine 95-prozentig tolle Lösung zu akzeptieren.“

●„Harte Nüsse“, die es zu knacken gelte, gebe es noch genug, sagt Hardinghaus: „Da sind zum Beispiel die Grundstückskaufverträge für das Feuerwehrgelände und die Heeringgasse. Und der städtebauliche Vertrag für das Projekt: Wer macht was? Wer bezahlt was? Das muss noch geklärt werden. Angestrebt wird, dass wir beide Verträge bis zum Ende des Jahres in einer Fassung haben, die konsensfähig ist.“