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Celle Stadt Tage des Nadelöhrs sind gezählt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Tage des Nadelöhrs sind gezählt
16:23 04.03.2019
Von Michael Ende
Hammer-Team: Jörg Nigge (links) und Ulrich Kinder vor dem Abriss-Haus am Celler Nordwall.
Celle

Ein kleiner Hammer-Schlag für ihn – "ein großer Sprung für die Stadt". So kommentierte Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge gestern seine Arbeit mit dem Vorschlaghammer. Das Stadtoberhaupt zertrümmerte mit Wucht eine Ecke den Hauses Nordwall 18. Ihm zur Seite stand dabei Stadtbaurat Ulrich Kinder, der sich wie sein Chef sichtlich freute, dass nach Jahren des Stillstands Schwung in die Nordwall-Entwicklung kommt.

Donnerstag soll der Bagger rollen

Im Inneren des Hauses, in dem früher mehrere Familien Platz gefunden hatten, waren Arbeiter eines Abbruchunternehmens dabei, alles herauszureißen, was nicht niet- und nagelfest war. Holzvertäfelungen, Glaswolle und Gipskarton-Wandverkleidungen flogen in hohem Bogen durch die Fenster in davor abgestellte Container. Der bereits hinter dem Gebäude wartende Abrissbagger werde vermutlich ab Donnerstag zum Zuge kommen, so Kinder. In rund zwei Wochen werde nichts mehr daran erinnern, dass hier einmal ein Haus gestanden habe.

Straßenausbau ab Juli geplant

Die Arbeiten zum gegenläufigen Ausbau des Nordwalls liefen wie geplant, erläuterte der Stadtbaurat: "Am Knoten Wehlstraße kommen wir gut voran." Wenn diese Kreuzung ausgebaut worden sei, stehe als nächstes der Bau eines Regenrückhaltebeckens an der Theo-Wilkens-Straße an, so Kinder: "Ab Juli wollen wir hier mit dem Ausbau des Nordwalls beginnen." Bis dahin werde man auch die meisten anderen Häuser auf der Nordseite der Straße, die dem Ausbau im Wege stehen, abreißen: "Das geschieht jetzt nach und nach. Zum Sommer sind die weg."

Ein paar Häuser bleiben länger stehen

Noch länger stehen bleiben würde die alte Sporthalle, deren Abriss beschlossene Sache ist. Sie soll erst im nächsten Jahr fallen, so Kinder: "Da die Arbeiten zum gegenläufigen Ausbau der Straße ungefähr eineinhalb Jahre dauern werden, müssen wir nicht gleich zu Beginn alle Häuser abgerissen haben." Das gelte auch für das Haus Nordwall 2, in dem sich derzeit noch eine Zahnarztpraxis befinde. "Wenn wird dort bauen wollen, wird auch dieses Gebäude verschwunden sein", so Kinder.

Ausbau bereits 2004 beschlossen

Der Rat der Stadt Celle hatte im Jahr 2004 beschlossen, im Westteil des Nordwalles zwischen dem Knoten Theo-Wilkens-Straße/Schuhstraße und dem Neumarkt wie im übrigen Teil des Straßenzuges einen Zwei-Richtungs-Verkehr zu ermöglichen. Damit sollen die Erreichbarkeit der östlichen Innenstadt von Norden verbessert sowie Umweg-Fahrten um die Altstadt reduziert werden.

Verkehr soll "flutschen"

Kinder freut sich, dass nun endlich mit der Aufweitung des Nordwall-Nadelöhrs begonnen wird. Er lacht: "Wenn wir hier fertig sind, dann flutscht der Verkehr." Nigge nickt: "Es ist höchste Zeit, dass etwas passiert. Der Ausbau des Äußeren Rings um unsere Altstadt ist ein wichtiger Baustein in unserem Verkehrskonzept. Jetzt geht es endlich mit großen Schritten voran." Nigge betont, dass davon nicht nur Autofahrer etwas haben würden: "Ich freue mich ganz besonders darauf, dass die Fritzenwiese zur Fahrradstraße wird."

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