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Celle Stadt Nur HBG und Hölty ausbaufähig
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Nur HBG und Hölty ausbaufähig
15:18 05.09.2018
Von Gunther Meinrenken
Das HBG musste für das laufende Schuljahr aus Platzmangel 50 Schüler abweisen. Der Landkreis arbeitet nun an einem Raumprogramm. Quelle: David Borghoff
Celle

CELLE. Als im Frühjahr die Anmeldephase für die Celler Gymnasien abgeschlossen war, herrschte bei 50 Eltern Verdruss. 170 Schüler wollten aufs Hermann-Billung-Gymnasium, doch der Landkreis genehmigte nur vier Züge mit Platz für 120 Schüler. Die überzähligen 50 wurden herausgelost und mussten in der Mehrzahl aufs Hölty-Gymnasium oder das Gymnasium Ernestinum gehen. Zurück blieben 50 frustrierte Eltern und Schüler, viel Kritik an der Schulentwicklungsplanung des Landkreises und starke Zweifel, ob man überhaupt noch von Wahlfreiheit der weiterführenden Schule sprechen könne. Der Landkreis möchte sich nun mit einem Raumprogramm für den verstärkten Ansturm auf die Gymnasien wappnen. Klar ist allerdings: Ausbaufähig seien nur das HBG und das Hölty-Gymnasium.

Schulamtsleiter Reinhard Toboll hatte die Planungen des Landkreises im jüngsten Schulausschuss der Politik vorgestellt. "Wir verzeichnen ein deutlich verändertes Anwahlverhalten der Eltern", so Toboll mit Verweis auf statistische Daten. Demnach habe es vom Schuljahr 2017/2018 zum laufenden Schuljahr einen deutlichen Sprung gegeben. Umfassten die Schülerzahlen der fünften Jahrgänge im vergangenen Schuljahr 419 Schüler, so seien es aktuell 511. "Das hat Konsequenzen für die Raumsituation. Damit sind wir deutlich über die 16-Zügigkeit hinauskommen", erklärte Toboll. Aktuell würden 18 Züge im fünften Jahrgang an den Celler Gymnasien beschult.

Der Run auf die Gymnasien ist allerdings nur ein Grund für den höheren Raumbedarf. Durch die Wiederumstellung auf das Abitur nach 13 Schuljahren wird ein ganzer Jahrgang länger aufs Gymnasium gehen. Das mache eine Neubewertung der bestehenden Raumkapazitäten und gegebenenfalls noch benötigte Raumbedarfe erforderlich, heißt es in der Vorlage. Nach Gesprächen mit den Schulleitungen stehe fest: Bei einer reinen Vierzügigkeit aller vier Gymnasien würde die Umstellung von G8 auf G9 keine Probleme bereiten. Aber "die Erhöhung auf eine Fünfzügigkeit einzelner Gymnasien ist dagegen nur durch die Bereitstellung zusätzlichen Schulraums möglich".

Und das sei nur an zwei der vier Celler Gymnasien möglich. "Am Gymnasium Ernestinum und am KAV-Gymnasium sind die baulichen Möglichkeiten ausgeschöpft. Für die Durchführung baulicher Maßnahmen verbleiben aufgrund der Grundstücks- und Gebäudesituation allein das Hölty-Gymnasium und das HBG", führte Toboll aus. Der Landkreis werde im nächsten Schritt entsprechende Raumprogramme erstellen und Kosten ermitteln. Am KAV könnten immerhin alle zwei Jahre fünf Jahrgänge aufgenommen werden.

Für Mathias Pauls, Fraktionsvorsitzender der SPD, machten die Ausführungen deutlich, dass der Landkreis schon längst eine Schulentwicklungsplanung hätte vorlegen sollen, wie von der SPD seit Jahren gefordert. Ronald Bahr, Vorsitzender des Kreiselternrats, legte den Finger in eine andere Wunde. Nachdem Toboll auf Nachfrage von Bahr erklärte, dass neue Räume am HBG und am Hölty erst in zwei Jahren zur Verfügung stehen würden, wollte der Kreiselternratsvorsitzende wissen: "Wird der Landkreis die Maximalgröße der Zügigkeit der Gymnasien festlegen oder die Eltern wieder überraschen?"

Toboll beantwortete die Frage im Ausschuss nicht. Auf Nachfrage der CZ erklärte er gestern: "Die Zügigkeiten für die Gymnasien des Landkreises sind in der Schulbezirkssatzung festgeschrieben. Danach gilt für die in der Stadt Celle liegenden Gymnasien generell eine Vierzügigkeit. Sofern die Anmeldezahlen die jeweiligen Kapazitätsgrenzen übersteigen, entscheidet der Landkreis als Schulträger im Einzelfall über die Zulassung einer Ausnahme." Das heißt im Klartext: Auch nächstes Jahr wissen die Eltern bei der Anmeldung an den Celler Gymnasien nicht genau, worauf sie sich einlassen.

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