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Celle Stadt Schlicht, modern und viel Platz
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schlicht, modern und viel Platz
16:56 12.12.2018
Von Gunther Meinrenken
OLG-Präsidentin Stefanie Otte feiert zusammen mit Michael Brassel vom Staatlichen Baumanagement und Architekt Frank Simon die Übergabe des sanierten OLG-Hochhauses an der Mühlenstraße. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Ein Jahr lang sind etwa 60 Mitarbeiter des Celler Oberlandesgerichts (OLG) ausgelagert gewesen. Wegen der Sanierung des sechsstöckigen OLG-Hochhaues waren die Arbeitsplätze eines Großteils der Zivilsenate in dieser Zeit in Gebäuden in Altencelle und Neuenhäusen untergebracht worden. Ein Umstand, der die tägliche Arbeit nicht gerade erleichtert hat. Mitarbeiter mussten pendeln, Akten von einem Standort zum anderen transportiert werden. Am Montag dieser Woche sind die Richter und Servicekräfte im Justizdienst in ihre Büros an der Mühlenstraße zurückgekehrt. Die Bauarbeiten sind fast beendet, gestern hat das Staatliche Baumanagement, das die Sanierung federführend begleitet hat, das Gebäude offiziell wieder an das OLG übergeben.

Aus Dornröschenschlaf geweckt

OLG-Präsidentin Stefanie Otte bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Baumanagement und den Architekten vom Büro Simon und Simon. "Seit den 80er-Jahren hat das Gebäude mehr oder weniger im Dornröschenschlaf gelegen. Jetzt ist das Schmuckstück wieder zum Leben erweckt worden", so Otte. Die Idee, die hinter dem Bau des Hochhauses im Jahre 1961 steckte, sei nun wieder erkennbar. "Das Gebäude ist schlicht und modern, aber auch sehr Platz schaffend", sagte Otte, die sich darüber freute, dass nun hochwertige Arbeitsplätze entstanden seien.

Selbstbewusster Ausdruck des jungen Landes Niedersachsen

Aus bautechnischer Sicht war das sechsstöckige "hohe Haus", wie Michael Brassel, Leitender Baudirektor des Staatlichen Baumanagements Lüneburger Heide, "seinerzeit ein selbstbewusster Ausdruck der neu aufgebauten Justiz des damals noch jungen Landes Niedersachsen gewesen". In den 80er-Jahren allerdings waren die feingegliederten Fensterbänder durch braune Blechtafeln überdeckt worden. Nun ist im Rahmen der Sanierung der Ursprungszustand des Gebäudes mit grauen Fensterspiegeln und einem Rahmen aus Sandsteinplatten annähernd wiederhergestellt worden.

Energetische Sanierung

Die Bauarbeiten waren notwendig geworden, weil nach über 50 Jahren das Hochhaus nicht mehr modernen energetischen Anforderungen entsprach. "Wir haben die Fenster erneuert und eine neue Dämmung angebracht. Das Dach hat eine Wärmedämmung erhalten, die dafür sorgt, dass im Winter die Wärme im Haus gehalten wird, aber sich das Gebäude im Sommer nicht aufheizt", erzählte Rainer Derks, Pressesprecher des OLG. Außerdem seien neue Heizkörper installiert worden.

3,3 Millionen Euro investiert

Aus dem eigenen Etat hat das OLG zudem die Modernisierung des Büroräume bezahlt. Hier seien neue Teppiche verlegt, Türen erneuert und Wände gestrichen worden. Die Fenster, die auch lärmdämmend seien, hätten außerdem noch Lamellenjalousien erhalten. Zuvor habe es keinen Sonnenschutz gegeben. Insgesamt sind in die Modernisierung des OLG-Hochhaustraktes 3,3 Millionen Euro investiert worden. Der Kostenrahmen und der Zeitplan seien dabei eingehalten worden.

Das OLG hat mit der fertiggestellten Sanierung die aktuellen Raumprobleme überwunden. Da nun Teile der IT-Abteilung in eine Nebenstelle des OLG ziehen werden, hätte man im OLG sogar noch ein wenig Luft geschaffen, um mögliche zusätzliche Mitarbeiter unterzubringen.

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