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Celle Stadt Sparkasse plant Fusion mit Gifhorn-Wolfsburg
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Sparkasse plant Fusion mit Gifhorn-Wolfsburg
12:27 14.12.2018
Von Dagny Siebke
Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Stefan Gratzfeld (links) und Vorstand Patrick Kuchelmeister wollen sich mit der Fusion für Herausforderungen in der Zukunft wappnen. Quelle: Ingo Misiak Photo Professional
Celle

Die Verwaltungsräte der Sparkassen Celle und Gifhorn-Wolfsburg haben die Vorstände beider Häuser mit der Aufnahme von Fusionsverhandlungen beauftragt. „Hier begegnen sich zwei Sparkassen auf Augenhöhe“, sagt Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU). „Wir möchten die Chance nutzen, dass beide Häuser jeweils aus der Position der Stärke heraus gemeinsam noch erfolgreicher werden.“

Stefan Gratzfeld, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Celle, hebt hervor: „Beide Sparkassen verfügen über identische oder ähnliche Strukturen. Wir arbeiten schon heute in unterschiedlichen Bereichen vertrauensvoll und mit guten Ergebnissen zusammen und wissen, dass wir voneinander in hohem Maße profitieren können.“ Beide Häuser hätten auf teils erhebliche Herausforderungen des Niedrigzinsniveaus, der Regulatorik und der Digitalisierung "überzeugende Antworten" gefunden.

Vorstände, Verwaltungsräte und Personalratsvorsitzende sind sich einig

Auch ohne Fusion sind wir den Anforderungen gewachsen", betont Gratzfeld. "Mit Fusion ist unsere Ausgangsposition jedoch eine bessere." Nach intensiver Analyse und Bewertung der Ausgangslage und der strategischen Optionen seien Vorstände, Verwaltungsräte und Personalratsvorsitzende davon überzeugt, dass ein gemeinsames Haus "deutliche Mehrwerte für Kunden, die Region und nicht zuletzt für die Sparkassen selbst und die Mitarbeiter ermöglichen würde".

Personalratsvorsitzender Thomas Aulich erklärt: "Es geht nicht um Personalabbau, sondern um Personalumbau." Es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Auf einer außerordentlichen Personalversammlung am kommenden Dienstag können die Mitarbeiter Fragen zu den Plänen stellen.

Keine weiteren Filialschließungen geplant

Die Fusion würde spürbare Synergieeffekte mit sich bringen, erläutert Gratzfeld. Rund um den VW-Standort Wolfsburg gebe es ein enormes Wachstum im Immobiliensektor, von dem die Celler profitieren würden. Im Gegenzug bringe die Sparkasse Celle dank der Branchenvielfalt vor Ort gewerbliche Expertise mit. Die Sparkassen-Vorstände sehen daher gemeinsame Wachstumsperspektiven.

Die Sparkasse Celle komme bereits jetzt auf 93.000 Privat- und Firmenkunden und einen Marktanteil von rund 50 Prozent. "Diesen Marktanteil wollen wir auch in zehn Jahren noch haben", so Gratzfeld. Das neue Haus hätte rund 225.000 Privat- und Firmenkunden und wäre mit einer Bilanzsumme von zirka 6,2 Milliarden Euro die fünftgrößte Sparkasse in Niedersachsen. Bei einer möglichen Fusion werde es zu keinen weiteren Filialschließungen kommen.

Ergebnisse werden im März 2019 vorliegen

Beide Sparkassen haben bereits Umstrukturierungen in ihren Geschäftsstellenbereich angeschoben. Die Anzahl der vorhandenen Geschäftsstellen wird Ende 2019 74 Standorte betragen, davon 35 SB-Standorte.

Landrat Klaus Wiswe (CDU) bestärkt die Vorstandsüberlegungen: „Eine solche Fusion muss wohl überlegt sein. Es müssen viele Fragen geklärt werden. Aber wir sind vom Nutzen für die Menschen in der Stadt Celle und im Landkreis Celle überzeugt.“ Die Ergebnisse der "ergebnisoffenen" Fusionsgespräche sollen spätestens im März 2019 vorliegen. Danach werden die Gremien darüber entscheiden.

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