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Celle Stadt Peter Kuhlmann löst Tomas Gaete in Celler Garnisonkirche ab
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Peter Kuhlmann löst Tomas Gaete in Celler Garnisonkirche ab
16:54 01.06.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Pastor Tomas Gaete (rechts) und sein Nachfolger Peter Kuhlmann vor der Garnisonkirche in Celle. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

„Ich wollte immer eine volle Pfarrstelle und das machen, was ich eigentlich studiert habe. Jetzt schließt sich endlich der Kreis“, sagt Gaete, der mehrere Jahre Lehrer am Hermann-Billung-Gymnasium war. Während der 58-Jährige ab Sommer in Wolfsburg als Pastor in einer evangelischen Kirche arbeitet, wird sein Freund Peter Kuhlmann die Pastorenstelle an der Celler Garnisonkirche übernehmen. „Als mich Tomas gefragt hat war der Gedanke erst einmal für mich ganz weit weg. Dann habe ich aber nach 30 Jahren mal wieder zwei, drei Gottesdienst geleitet und gemerkt: Das läuft doch ganz gut“, so Kuhlmann.

Die beiden Männer verbindet nicht nur eine langjährige Freundschaft, sondern auch eine ähnliche Vergangenheit. Kuhlmann studierte ebenfalls einst Theologie und auch ihm wurde die hohe Zahl der Pastorenanwärter zum Verhängnis. „Es gab die Regel, dass wenn der Ehepartner eine feste Anstellung hat, man selbst keine feste Anstellung bei der Landeskirche bekommt“, erinnert sich der 59-Jährige.

Also orientierte sich Kuhlmann notgedrungen um, arbeitete bei verschiedenen Beratungs- und Softwareunternehmen und bei DHL. Ganz von der Religion kam er allerdings nie los: Der Celler schrieb zwei Bücher über Luther und die Bibel, hielt Bibelseminare und Traueransprachen für Freie. „Außerdem bin ich im Vorstand der jüdischen Gesellschaft und mach’s Führungen durch die Synagoge“, erzählt Kuhlmann.

Gaete ist von dem Engagement seines Freundes begeistert, könnte sie doch neue Wege für die Arbeit der Celler Freikirche ebnen. „Ich hoffe, dass dadurch viele neue Impulse kommen und der interreligiöse Dialog noch konkreter wird“, sagt Gaete. An Ideen mangelt es dem 59-jährigen Kuhlmann nicht. Er möchte unter anderem, dass zukünftig noch mehr Konzerte in der Freikirche ausgerichtet werden. Dass Kuhlmann dadurch zwangsläufig auch Sachen verändern wird, darüber macht sich Gaete überhaupt keine Sorgen. „Das Problem ist, dass viele Pastoren wollen, dass ihre Arbeit genau so fortgeführt wird“, so der gebürtige Chilene. Er habe davor allerdings keine Berührungsängste. Im Gegenteil. „Wenn er es anders macht, ist das sogar sehr gut. Wir als Freikirche sind progressiv und wollen etwas verändern.“

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