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Celle Stadt Pfeffer in „Smooth“ von Santana / Musiker verabschieden sich
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Pfeffer in „Smooth“ von Santana / Musiker verabschieden sich
15:51 20.06.2010
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Celle Stadt

Von Peter Bierschwale

CELLE. Es waren drei Konzerte, die beim Sommerkonzert des Hermann-Billung-Gymnasiums gegeben wurden. Neben der Bigband musizierte noch die „Junior-Combo“ der unteren Klassen, und die Musiker des Abiturjahrgangs 2010 verabschiedeten sich mit einem Konzert als „Abios-Combo“ mit einer Träne im Knopfloch von ihrer Schule.

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Die Bigband tat sich zu Beginn etwas schwer mit der Technik, aber im Verlauf des Konzerts kamen die jungen Musiker richtig in Fahrt und die Stücke hatten die Power, die von einer Bigband erwartet wird.

Die 23-köpfige Bigband des HBG verfügt über siebzehn Bläser, da lässt sich schon einiges auf die Bühne stellen. Hinzu kamen je zwei Pianisten, Schlagzeuger und Gitarristen. Bandleader Thomas Krause hatte einen bunten Mix aus Pop-Kompositionen im Arrangement für Bigbands ausgewählt. Für das Beatles-Stück „Here, There and Everywhere“ spielten sie eine eigenwillige, synkopig-verjazzte Version, die mit der ruhigen Ausstrahlung des Originals kaum noch etwas gemein hatte. Aber dann konnten sie mit „Just an Idea“ sogar eine Komposition ihres Bandmitglieds Armin Fischer präsentieren, bei der eine nette Melodie über den warmen Harmonien erklang.

Den kleinen Trompetern und den anderen Knirpsen der neu formierten „Junior-Combo“ flogen natürlich die Herzen des Publikums zu. Unterstützt von drei älteren Musikern, kämpften sich die Nachwuchsmusiker tapfer durch die Stücke von Greenday und den Temptations, und das nette Publikum brach in Jubel aus. Wohin der musikalische Weg diese Youngster führen kann, demonstrierten anschließend die acht Abiturienten zusammen mit ihrem Lehrer Krause bei ihrem Abschiedskonzert. Kompositionen von Duke Ellington oder Herbie Hancock erstrahlten nahezu makellos, und das Publikum ging mit. Viel Applaus gab es auch für Marie Sander, die lediglich begleitet von Lena Drus am Piano, einen Solo-Gesang wagte, und ganz ruhig und klar „Make You Feel my Love“ sang.

Die eigentliche HBG-Bigband hatte sich ihre Programm-Perlen offensichtlich für den zweiten Teil ihres Auftritts aufgespart, denn nun legten sie sich mächtig ins Zeug: Der Queen-Meadly rockte, auch „Smooth“ von Santana bot musikalischen Pfeffer und wurde bereichert durch den Gesang von Asya Pritchard. Krönung und Abschluss bildete dann „Papa was a Rollin’ Stone“. Die Band schaffte es tatsächlich, die eigentümliche musikalische Funk-Atmosphäre dieser weltberühmten Komposition zu erzeugen, und dabei zeigten mehrere Solisten ihr Können.

Von Peter Bierschwale