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Celle Stadt Das sind die Eckpfeiler der Sparkassen-Fusion
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Das sind die Eckpfeiler der Sparkassen-Fusion
17:43 20.03.2019
Von Christoph Zimmer
Repräsentant für den Sparkassen-Standort Celle soll der aktuelle Celler Vorstandsvorsitzende Stefan Gratzfeld (links) sein. Den Standort Gifhorn soll der amtierende Celler Vorstand Patrick Kuchelmeister (rechts) leiten. Quelle: Ingo Misiak Photo Professional
Celle

Die Sparkasse Celle soll am 31. August in der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg aufgehen und mit ihr verschmelzen. Der neue Name wird Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg lauten. Juristischer Sitz nach dem Zusammenschluss soll Gifhorn sein. Darüber hinaus sind Hauptstandorte in Celle und Wolfsburg vorgesehen. In Gifhorn haben die Kreistagsfraktionen ebenso zugestimmt wie die Mitarbeitervertretung. Jetzt muss nur noch die Politik in Celle (Stadtrat am 4. April und Kreistag am 5. April) und Wolfsburg (Stadtrat am 28. März) sowie Gifhorn (Kreistag am 4. April) der geplanten Fusion zustimmen.

Gratzfeld Repräsentant für Celler Standort

Repräsentant für den Sparkassen-Standort Celle soll der aktuelle Celler Vorstandsvorsitzende Stefan Gratzfeld sein. Den Standort Gifhorn soll der amtierende Celler Vorstand Patrick Kuchelmeister leiten, in Wolfsburg soll Kay Hoffmann an der Spitze stehen. Der zukünftige Vorstand besteht aus Stefan Gratzfeld in der Funktion des Vorsitzenden des Vorstandes, Kay Hoffmann als stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Patrick Kuchelmeister als Vorstandsmitglied.

Stefan Gratzfeld  Quelle: Oliver Knoblich

Die Anteilsverhältnisse verteilen sich zwischen den Fusionssparkassen paritätisch (50:50). Die Träger sind der Landkreis Celle, die Stadt Celle, der Landkreis Gifhorn und die Stadt Wolfsburg. Dementsprechend setzt sich der Zweckverband und der Verwaltungsrat der fusionierten Sparkasse aus diesen vier Trägern zusammen.

Wiswe: Arbeitsplätze bleiben erhalten

Als amtierender stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Celle versichert Landrat Klaus Wiswe: „Durch die gleichberechtigte Ansiedlung der Arbeitsplätze insbesondere an den Hauptstandorten Celle und Gifhorn ist gewährleistet, dass die Anzahl der Beschäftigten in den Orten bestehen bleibt. Die Gewerbesteuer fließt in gleichem Maße an die Träger wie bisher. Sie wird mit dem ökonomischen Nutzen der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg steigen. Das gesellschaftliche Engagement für die Region Celle wird über das bisherige Maß ausgebaut. Der Förderausschuss zur Vergabe der Gelder für die Regionalstiftung in Celle bleibt in bewährter Form bestehen.“

An Beschlüsse der Politik gebunden

Die Zweckverbandsversammlungen beider Sparkassen sind an die Beschlüsse der Kreistage und Stadträte gebunden. Im Falle einer positiven Entscheidung der vier Gremien werden die Zweckverbandsversammlungen die Fusion am 9. April (Celle) und am 10. April (Gifhorn-Wolfsburg) beschließen. Mit positivem Abschluss der politischen Willensbildung wird die Fusionsumsetzung zügig starten. Es ist geplant, die rechtliche Fusion bis zum 31. August 2019 rückwirkend zum 1. Januar 2019 zu vollziehen.

Gratzfeld: "Signifikanter quantitativer und qualitativer Mehrwert"

"Die Fusionsverhandlungen sind in den vergangenen Wochen vertrauensvoll geführt worden", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Vorstände beider Sparkassen haben ein Fusionskonzept erarbeitet und es hat eine gegenseitige Risikoprüfung stattgefunden. Die Personalräte waren von Anfang an eng in die Verhandlungen eingebunden. Stefan Gratzfeld: "Eine mögliche Fusion der zwei Sparkassen wird einen signifikanten quantitativen und qualitativen Mehrwert generieren. Die Zukunftsfähigkeit sowie der Erhalt und Ausbau von gutem Sparkassengeschäft wird in der Region langfristig besser gesichert. Die Innovationskraft und Impulskraft einer fusionierten Sparkasse wird besonders zum Wohle der Kunden und der Region deutlich gestärkt.“

Patrick Kuchelmeister Quelle: Ingo Misiak Photo Professional

Kuchelmeister: "Unsere Kunden werden profitieren"

Patrick Kuchelmeister, Vorstandsmitglied der Sparkasse Celle, blickt nach vorne: „Unsere Kunden – Privatkunden, Wirtschaft und Kommunen - werden von der Leistungsfähigkeit einer größeren Sparkasse profitieren. Die Größe ermöglicht uns, weiterhin nah und präsent in der Region zu wirken.
Wir wollen die regionale Nähe erhalten, daher wird es keine fusionsbedingten Standortveränderungen geben. Die Kunden werden ihre bekannten Ansprechpartner an den gewohnten Orten treffen.“

Einstimmiges Votum

Das Fusionskonzept ist den Verwaltungsräten beider Sparkassen am 6. März ausführlich vorgestellt worden. Nach sorgfältiger Analyse, Abwägung und Diskussion haben sie in darauffolgenden Sitzungen am 19. März den Eckpfeilern der Fusion in einem Anhörungsbeschluss jeweils einstimmig zugestimmt, heißt es in der Mitteilung. "Die Verwaltungsratsmitglieder teilen die Überzeugung, dass Kunden, Mitarbeiter, die Regionen und die Sparkassen von einer starken Fusionssparkasse profitieren würden. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, das erarbeitete Fusionskonzept den Gremien zur Entscheidung vorzulegen."

Verhandlungen seit drei Monaten

Seit rund drei Monaten arbeiten die Verwaltungsräte der Sparkassen Celle und Gifhorn-Wolfsburg an gemeinsamen Wachstumsperspektiven. Auch für Kunden, Mitarbeiter und Träger. Der Personalratsvorsitzende Thomas Aulich erklärte im Dezember: "Es geht nicht um Personalabbau, sondern um Personalumbau." Es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

An der Harburger Heerstraße in Celle baut die Sparkasse gerade eine neue Geschäftsstelle. Quelle: Oliver Knoblich

Umstrukturierungen in Geschäftsstellenbereichen

Beide Sparkassen haben bereits Umstrukturierungen in ihren Geschäftsstellenbereich angeschoben. Die Anzahl der vorhandenen Geschäftsstellen wird Ende 2019 insgesamt 74 Standorte betragen, davon 35 SB-Standorte.

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